Montag, 2. Juni 2014

Tandem - Woche 36

Tandem der Woche ist ein gemeinsames Projekt von Elsoron und mir. Montag ist Tandem-Tag, jede Woche gibt es ein Fundstück zu entdecken, sei es ein Bild, ein Zitat, ein Video oder ein Song, zu dem wir unabhängig voneinander jeder einen kurzen Text schreiben werden.



Der Andere

Es war einst in Mittelerde:
Rohan kriegwärts ritt zu Pferde,
Eorlingas überall,
Nur ein Gaul, der blieb im Stall.
Theophilas war sein Name,
Spottend rief man ihn "Der Lahme",
Tat beim Laufen sich recht schwer,
Kam darum nicht hinterher.

Als Theophil' zur Ruh gebettet,
Lang nachdem die Welt gerettet
Und das Böse ward besiegt,
Hat Rohans Schmied 'nen Schreck gekriegt.
Fand, und das ist nicht gelogen,
Theophilas' Huf verbogen,
Missgestaltet irgendwie,
Und darin, welch Ironie:

Einen Ring aus Gold versteckt
All die Jahre unentdeckt.



Montag, 3. März 2014

Dankesrede!



Liebe Academy!

Auch in diesem Jahr hast du mir wieder viel Freude gemacht. Nicht weil ich zum zweiten Mal in Folge eine Wette gewonnen habe, oh nein, das wäre oberflächlich (@Thomas: He he he!). Deine Weisheit ist viel größer: Du hast dem einzigen von neun Filmen, den ich von Herzen geliebt habe, den für mich als Autorin wichtigsten Oscar des Abends fürs Originaldrehbuch gegeben. Du hast Schauspieler belohnt, die über sich hinausgewachsen sind, den unfassbar tollen Matthew McConaughey, die überirdische Cate Blanchett, die zuckersüßstarke Lupita Nyong'o und den herrlichen (oder besser die herrliche) Jared Leto. Du hast Filme, die ich nur mäßig fand wie "American Hustle" oder "Wolf of Wallstreet" (aka *fuckedifuckfuck*) allen Kampagnen zum Trotz leer ausgehen lassen und die beiden großen Hits "Twelve Years a Slave" und "Gravity" gerecht anerkannt. Einen für den Inhalt und einen für die Technik, wie das eben so ist. Du teilst meine Liebe für die Magie der märchenhaften Bilder und hast "Monsieur Hublot" (Steampunk, hurra!) und "Helium" zu den besten Kurzfilmen gekürt. Einzig die Sache mit den Dokumentationen, die hättest du dir überlegen sollen. Und deine Vorliebe für Italiener musst du auch mal mit dem Onkel Doktor besprechen. Aber du bist eben genau so eine Mainstreamtante wie ich und willst bespaßt, verzaubert, bebildert und umarmt werden, nicht aufgewühlt oder gar zerbrochen. Das ist mir grundsätzlich ja sympathisch. Darum danke ich dir für die wunderbare Oscarnacht, Ellen DeGeneres, viele Lacher, einen Pizzaboten, Lupitas Kleid, Bette Midler, Idina Menzel und am Meisten dafür, dass du wie ich an die Originalität und das Können eines großartigen Autors glaubst. Die Geschichtenerfinder, die Verrücktdenker, die Weltenträumer und Phantasten, die sind es, die uns glücklich machen, nicht wahr? Darum danke Spike Jonze für "Her", meinen Film der Oscarsaison! Und gute Nacht, liebe Welt und Karneval: Der Filmnerd verschläft euch standesgemäß. ;-)



Montag, 13. Januar 2014

Ghoststory...

Ein paar Gedanken zum neuen Jahr.
Oder sollte ich sagen zum neuen alten Jahr.
Es tut weh, wenn man als Autor schlechtes Feedback und harte Kritik bekommt. Aber es tut noch viel mehr weh, wenn das Feedback toll ist und voll wunderbarer Gefühle, die man bei anderen Menschen auslöst, aber man trotzdem weiß, dass das Buch keine Chance hat. 
Warum?
So ist der Markt. Der Büchermarkt. 
Ich denke, die wenigsten Leser wissen, dass das Schicksal der meisten Bücher schon besiegelt ist, ehe noch ein einziges Exemplar in irgendeinem Bücherregal steht. Dann schon, wenn Marketingexperten entscheiden, was die aussichtsreichen Titel sind. Klar. Auch Spitzentitel floppen. Aber kaum je wird ein reiner Katalogtitel zum Hit. 
Egal wie gut er ist. 
Egal wie sehr ihn die lieben, die ihn lesen.
Ausnahmen bestätigen die Regel. Schüren Hoffnungen. 
Weil alles Zeit braucht.
Geduld.
Aber die Hoffnungen halten einen nicht lang an der Wasseroberfläche.
Ein Jahr. 
Mindestens ein Jahr. 
So viel Zeit stecke ich in ein Buch. Mit Recherche, mit schreiben, mit umschreiben, mit überarbeiten, mit Lektorat, mit Tränen, mit Scheitern, mit Glücksgefühlen, mit Fahnenkorrekturen. 
Man kämpft, ringt, gibt sich Mühe. 
Und dann geht man aufs Arbeitsamt, damit man ein paar Monate grundgesichert ist.
Bekommt Sozialversicherungsrechnungen, die einem den Boden unter den Füßen wegziehen.
Ein Leben, das nie im Gleichgewicht ist.
Kein Wunder, dass man das Gleichgewicht verliert.
Wie ein Gespenst läuft man durch die eigenen vier Wände. Müde und irgendwie leer.
Weil man sich wieder motivieren muss. Weil man aus diesem Zustand heraus den nächsten Abgabetermin schaffen muss. 
Die nächste Geschichte erkämpft, erheult, erringt.
Und schon so viel Angst vor neuer Hoffnung hat.
Wie idiotisch ist das denn bitte?
Angst vor der Hoffnung.
Aber so ist es, jeden Tag.
Jeden einzelnen Tag.
Jedes Jahr aufs Neue.

Trotzdem von Herzen danke an Kerstin und Erika. Ihr habt ein sehr schweres Wochenende ein bisschen leichter gemacht. Und jede/r Einzelne, die/den die Geschichte berührt, ist für mich ein Lichtblick im großen, weiten Dunkel der Gespensterwelt. :-*




Montag, 30. Dezember 2013

Danke 2013

Inspiriert von Sarah möchte ich auch ein paar Worte sagen, ehe das Jahr zu Ende geht und ich nicht mehr dazu komme. 2013 war ein hartes Jahr. Eines, in dem ich um so vieles kämpfen musste. Um das Wichtigste überhaupt, meine Liebe, um die Geschichte, die ich erzählen sollte, um das Überleben ohne fixen Job und ganz oft um meine Lebensfreude. Wenn ich zurückdenke, kommt es mir so vor als ob 2013 zehn Jahre lang war und hunderttausend Kilo auf die Waage bringt. Ohne Spaß.

Zum Glück gab es Menschen, die für mich da waren und bei ein paar davon, bei denen, die am Meisten mitgekriegt haben, möchte ich mich auch mal kurz bedanken, einmal noch, einmal mehr. Weil ich sie liebe.

Philipp, was du in diesem Jahr mir mir durchlebt hast, spricht für eine riesengroße Elefantenseele. Du warst immer für mich da, auch wenn du oft am Rand deiner Kräfte warst. Und du hast mich nicht losgelassen, auch wenn dir noch so sehr danach war. Und am Ende, irgendwann, hast du ich liebe dich gesagt und gewusst warum. Für jemanden wie dich lohnt sich alles, durch dich bin ich ein besserer Mensch geworden, in mir drin, und hab so vieles erst jetzt verstanden. Mit dir möchte ich alt werden, weil du der eine bist, bei dem ich mich immer zuhause fühlen werde.
Victoria und Thomas, die beiden Menschen, die ungefragt mit Wein und Schokolade vor der Tür stehen, wenn man weinend am Boden liegt. Bessere beste Freunde kann man nicht haben. Und egal wie oft ich es euch schon gesagt habe und wie wenig ihr selbst zeitweise dran glaubt, ihr seid die zwei besondersten Menschen, die mir je begegnet sind und die zwei ohne die die Welt ein ärmerer Ort wäre. Ich möchte nicht mehr ohne euch sein müssen.
Sonja, dein Jahr war so viel härter und trauriger als meins. Du hast so viel verloren. Und trotzdem warst du die ganze Zeit da, hast zugehört, hast nachgefragt, hast Trost angeboten. Du bist ein Hufflepuff aus tiefster Seele. Ein so herzensguter Mensch, nie aufdringlich, immer da, mit offenen Armen und Türen. Da gehört Stephan genauso dazu, aber dieser Absatz ist mal ganz für dich, für die Freundin, die du bist.
Mascha, Steffi, Sarah, Nicole, Smü, Pebo eure Freundschaft bedeutet mir viel. Ich weiß oft nicht, wie ich es zeigen soll. Ich hab oft das Gefühl, ihr kommt zu kurz, wenn ich Pärchen bin. Und sogar jetzt nenne ich euch alle in einem Absatz, dabei habt ihr jeder euren eigenen verdient. 
Mascha, wie weit weg du auch bist, es tut so gut, dass ich weiß, dass du immer da bist. Du fragst immer nach und dein Trost ist immer ein optimistischer. Das macht dich so besonders, so klug, so stärkend. 
Steffi, egal wie weit wir anderen weg sind, wir werden immer für dich da sein. Ich möcht dich oft in den Arm nehmen und dir sagen, dass Freundschaft einfach IST, ohne Grund, ohne Bedingung, ohne Rücktrittsversicherung. 
Sarah, du hast so viel durchgemacht. Und warst das Herz des Schreibexils, ohne dich wäre nichts im Lot gewesen. Du warst das Zuhause für uns alle in Großgmain. Und das ist eine Gabe, die nicht viele Menschen haben. Eine Gabe, die so viel mehr über dich erzählt als alles andere! 
Nicole, wenn ich nicht hundertprozentig wüsste, dass wir nicht verwandt sind, hätt ich dich so oft für eine Schwester gehalten. Du bist so stark und schwach zugleich und immer so eine gute Zuhörerin, Versteherin und Verschwörerin. 
Smü, wir kennen uns eigentlich erst so kurz, aber oft denk ich, wir kennen uns viel länger. Weil ich nicht glauben kann, das so viel Spaß in so kurzer Zeit stattgefunden hat. :-) 
Und Pebo, auch wenn du so oft als letzter genannt wirst, ich weiß, dass du ein enorm gutes Herz hast und so ein verletzliches noch dazu. Pass gut drauf auf!
Rotraut, es gibt kaum jemanden in meinem Leben, der mich so gut kennt und schon so vieles miterlebt hat. So oft haben wir ganze Abende lang geredet und am Ende hab ich mich besser verstanden, war mehr bei mir, voller Ideen und Hoffnung. Es gibt so wenige Menschen, die das Talent haben, für andere so eine große Bereicherung zu sein. Du warst das immer schon und jedes Treffen ist eigentlich zu kurz...
Julia, auch wenn es dir so vorkommt als gäbe es zu wenig Zeit, die, die wir haben, ist mir immer sehr viel wert. Das Glück zu sehen, das du hast, lässt mich so oft an das Mädchen in der Schulbank neben mir denken. Das Mädchen mit den vielen gut verschlossenen Wunden, das mir mal gesagt hat, dass mein Schweigen grade richtig war. Und mir damit so viel mehr gegeben hat als sie weiß. Es tut so gut, dein Happy End zu sehen und ich fühle mich selten so frei und wohl und entspannt wie da mittendrin.
Iris, ich bin so froh, dass du wieder in meinem Leben bist. Du hast mir schrecklich gefehlt in den Jahren dazwischen. Und es hat kaum einen Tag gegeben, wo ich nicht an dich gedacht habe. Du bist die älteste Freundin, die ich habe. Und du warst nie die leichteste. Ich auch nicht. Aber du warst immer so bemerkenswert ehrlich und frei und konsequent und voller Leben. Das bereichert mich enorm.
Elli, es tut mir oft so leid, dass du dich zurückziehst, wenn du es schwer hast. Ich hab ganz oft Angst, dass ich nicht genug da bin, nicht genug hinhöre, eine bessere Freundin sein sollte. Du warst so oft da, hast so oft zugehört und nimmst andere Menschen so wichtig. Vergiss nicht auf dich selbst!
Kerstin, dieser Tag bei dir war so wunderschön, so ermutigend, so bereichernd, so zauberhaft. Das werde ich nie vergessen, das kommt irgendwo ans Herz tätowiert und bleibt immer da, zum erinnern für die grauen, schlechten Tage.
Markus, es ist so erstaunlich und wunderbar, dass Freundschaft auch so funktioniert, dass man sich monatelang nicht sieht, kaum hört und es dann jedes Mal so ist, als gäbe es keine Unterbrechung. Die vielen, langen Gespräche, deine Ideen, deine Kreativität, deine Begeisterungsfähigkeit, deine Großzügigkeit, all das macht dich zu einem der besten Freunde, die ich habe, ganz egal wie weit wir oft entfernt sind.
Susanne, auch für dich wär ich gern mehr da. Treffen sind rar und schön und haben immer so ein wunderbares Gefühl von Weihnachten. Großer Vorsatz für 2014: Ich komm wieder öfter nach Graz!
Gabi, ich freue mich so unendlich über dein Glück. Wie viele Nächte haben wir gemeinsam geweint. Es ist schön, dass du jetzt strahlst und lebst und rundum zufrieden bist. Ich hab es dir so sehr gewünscht!
Hannah, du hast mir so viel anvertraut. Und du hast es so schwer gehabt. Und mehr als jedem anderen Menschen wünsch ich dir, dass es bald so ähnlich ist wie bei Gabi. Dass ich dich bald strahlen sehen kann. Das würde mir viel bedeuten.
Bärbel, Sarah, Mendel, Moni, ihr seid für mich schon längst Familie. 
Dr. Andrea Müller, ohne die ich nicht schreiben könnte.
Und dann noch Janko, ich wäre nicht der Mensch, der ich bin ohne dich. Du hast alles verändert und das vergess ich nie.

Es ist unmöglich, auch all die anderen wichtigen manchmal kleinen, manchmal großen Begegnungen, Gesten, Gedanken aufzuzählen, die mir in diesem Jahr Kraft gegeben haben. All die Facebook-Freunde, die mir so ans Herz gewachsen sind, manche, die ich meine, längst zu kennen, ohne dass wir uns je begegnet sind. Wie Kossi. Wie Nadine. Wie Tanja. Die ich endlich kennenlernen durfte. Wie Silvia Helene. Wie Deana. Wie Ursi. Wie Sandra. Wie Katrin und Claudia. Wie Nina, deren Mondspielerin und Lavendelzimmer mich in diesem Jahr so tief berührt haben. Wie Zoë. Die motivierenden Leser-Feedbacks. Wie von Corinna, Michi, Rici, Anka, Erika, Katrin und den lieben anderen. Die wunderbaren Autorenfreunde, Axel, Antje, Beate, Berta, Carlo, Christine, Gabriella, Marion, Nancy, Stefan, Theresa, Tom, Wolfgang und besonders Ursula und Wulf. Ach Gott, und alle, die ich jetzt sicher vergessen hab in meinem Chaos. Ich bin so dankbar, euch alle in meinem Leben zu haben, das Schreiben zu teilen, das Lachen, das Weinen. Ich sage danke mit einem meiner Songs des Jahres. Für euch alle! 





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