Samstag, 21. Oktober 2006

Jonathan

Ich habe heute die Verfilmung gesehen und finde, "Jonathan Livingston Seagull" ersetzt eine Religionszugehörigkeit voll und ganz, werde daher ab heute nicht mehr o.B., sondern J.L.S. sein...

JONATHAN LIVINGSTONE SEAGULL
Neil Diamond - 1973

Be
Lost
On a painted sky
Where the clouds are hung
For the poet's eye
You may find him
If you may find him
There
On a distant shore
By the wings of dreams
Through an open door
You may know him
If you may
Be
As a page that aches for a word
Which speaks on a theme that is timeless
While the Sun God will make for your day
Sing
As a song in search of a voice that is silent
And the one God will make for your way
And we dance
To a whispered voice
Overheard by the soul
Undertook by the heart
And you may know it
If you may know it



Donnerstag, 19. Oktober 2006

Spurverhalten

Ich bin spursüchtig. Beim Autofahren. Wenn ich vor der Tür ausparke (Punkt A), dann ordne ich mich bereits in diejenige Spur ein, die am potentiellen Ziel (Punkt B) endet. Das ist auch ein Grund, warum ich allergisch gegen Fiaker am Ring bin. Ich weiß, ich muss die nächste rechts abbiegen und kann zähneknirschend mit 5 km/h respektive 2 PS hinterherzuckeln, oder ich muss meine Spur verlassen, was mir Schweißausbrüche und ein böses Zucken in der Magengegend verursacht. Völlig unverständlich ist mir das Verhalten der munteren Spurhüpfer, die es sich zur Lebensaufgabe gemacht haben, so oft wie möglich Spur zu wechseln, am besten ohne Blinker und mit fröhlichem Grinsen im Gesicht, Mobilofon am Ohr. Schlimmer noch als alles sind Baustellen, Unfälle, Pannen, Radfahrer oder Linksabbieger, die meine Spur blockieren, mich zwingen, sie zu verlassen, nur um dann einem gemeinen Spurkriecher zum Opfer zu fallen. Der gemeine Spurkriecher hat nur ein Ziel. Er geht dabei unauffällig vor und lässt sich nichts anmerken. Erst schleicht er gemächlich dahin, oder, wenn er ganz gefinkelt ist, tut er so, als würde er abbiegen, oder Straßenschilder lesen. Kaum hat man sich entschlossen, ihn auf der Nebenspur zu überholen, gibt er Gas und bleibt so lange auf gleicher Höhe, bis sich bei der nächsten Ampel eine Kolonne bildet und man als Spursüchtiger verzweifelt in den Seitenspiegel schielt und feststellt, daß man nur mit PVV (peinlichem Verkehrsverhalten) wieder zurück in die ersehnte Spur kommt, nämlich durch Blinken und entschuldigende Blicke an vogelzeigende und hupende Zeitgenossen. Da bin ich oft froh über mein BN-Kennzeichen... Bin ich dann endlich wieder glücklich in meiner Spur eingeordnet, schwöre ich bei allem was mir heilig ist, sie nie wieder zu verlassen. Vorläufig.


Freitag, 13. Oktober 2006

M!

Beim Anprobieren meiner neuen Lederjacke ist mir eine Sache bewusst geworden: Ich bin ein aktiver Mediummensch. Das bedeutet, ich quäle mich durch Diäten, süße meinen Tee gegen jede Regel des Genusses mit Kandisin und dämpfe den hormonellen Glücksschub jedes Stückes Schokolade mit heftigen Gewissensbissen, anstatt einfach den bequemeren Weg zu gehen und ohne viel Mühe als passiver Largemensch meine Tage zu fristen. Warum? Worin liegt die Bedeutung, Kleidung mit M zu tragen, wenn diese Tatsache ohnehin optisch kaum erkennbar ist? Passive Mediummenschen, oder noch schlimmer, passive Smallmenschen, die haben es leicht, sie passen in ihre XS, S oder M Shirts ohne viel dafür tun zu müssen, sie essen die große Portion Pommes bei Mc Donalds, löffeln riesige, kunstvoll gestaltete Eisbecher mit Schlag und Sauce in sich hinein und nehmen davon nicht ein Gramm zu. Wir Aktiven dagegen, wir haben jede Menge Arbeit damit, dafür zu sorgen, daß Knöpfe, Reißverschlüsse und ähnlich schreckliche Konstruktionen sich halbwegs schließen lassen... Und zu welchem Zweck? Absolut keinem, außer dem guten Gefühl, ab und zu mit Freude 3.. statt 4.. über der Waschanleitung im Etikett zu lesen, dafür nehmen wir allerhand Unbequemlichkeiten gerne in Kauf.
PS: Kleidungsstücke in Größe M, in die wir trotz ernsthafter Versuche NICHT hineinpassen, sind SELBSTVERSTÄNDLICH schlecht geschnitten oder von der bekannten X-Mafia konstruiert, deren Ziel die X-Smallisierung der Gesellschaft ist!


Sonntag, 8. Oktober 2006

Joni Mitchell "A case of you"

Ein Song, der mich regelmäßig zum weinen bringt... Als ich ihn zum ersten Mal gehört habe, von Diana Krall im Konzerthaus traumhaft gesungen, da hat die Krall beim singen selbst weinen müssen und ich glaub, es gibt keinen besseren Beweis für einen guten Song. Danke Joni Mitchell!

A Case Of You by Joni Mitchell

Just before our love got lost you said
"I am as constant as a northern star"
And I said "Constantly in the darkness
Where's that at? If you want me I'll be in the bar"
On the back of a cartoon coaster
In the blue TV screen light
I drew a map of Canada Oh Canada
With your face sketched on it twice.

Oh you're in my blood like holy wine
You taste so bitter and so sweet
Oh I could drink a case of you darling
Still I'd be on my feet oh I would still be on my feet

Oh I am a lonely painter
I live in a box of paints
I'm frightened by the devil
And I'm drawn to those ones that ain't afraid
I remember that time you told me you said
"Love is touching souls"
Surely you touched mine
'Cause part of you pours out of me
In these lines from time to time

Oh, you're in my blood like holy wine
You taste so bitter and so sweet
Oh I could drink a case of you darling
And I would still be on my feet I would still be on my feet

I met a woman
She had a mouth like yours
She knew your life
She knew your devils and your deeds
And she said
"Go to him, stay with him if you can but be prepared to bleed"

Oh but you are in my blood
You're my holy wine
You're so bitter, bitter and so sweet
Oh, I could drink a case of you darling
Still I'd be on my feet I would still be on my feet


Montag, 2. Oktober 2006

Monatsgedicht Oktober - 02.10.06

Duft
Gänseblümchen produziert dein Atem
Gelben Löwenzahn hauchst du in mein Gesicht.
Ich stehe sprachlos und ich rieche dich
Durch Nase, Mund und Haut, mit feuchten Augen
Berauscht wie in meinem Leben noch nicht.

Wie der erste Tropfen Honig auf der Zunge
Schmeckt aus deinem Mund die Luft.
Erklärt sich Liebe einfach nur im Duft?

So muss es sein, denn seit wir uns begegnet sind
Blüht, das kannst du ruhig glauben,
Ein Meer von Gänseblümchen tief in meiner Lunge,
Und Löwenzahn färbt gelb mein Herz.
Und Löwenzahn färbt gelb mein Herz.


Sonntag, 1. Oktober 2006

28!

Mein erster Eintrag in dieses Tagebuch, Tag Eins nach Geburtstag 28. Achtundzwanzig. Warum Zeit wohl so ein wichtiger Faktor ist, auch wenn man an sich selbst das Altern nur bedingt wahrnimmt? Zum Beispiel wüsste ich gerne, wann genau diese feinen Querfalten auf meiner Stirn gewachsen sind, einmal mitten in der Nacht oder regelmäßig und hartnäckig? Oder wann haben die Leute angefangen, mich für so alt zu schätzen, wie ich mich fühle anstatt jünger oder älter? Gestern, vorige Woche, voriges Jahr? Bin ich anders geworden, oder nehmen mich andere nur anders wahr? Wir ändern uns laufend, die Farbe unserer Haare, die Marke unseres Make Ups, die Form unserer Nase, die Fülle unserer Lippen, den Stil unserer Kleidung, unseren Body Mass Index, die Fundamente unserer Überzeugungen und nicht selten die Art unserer Herzenswünsche. Aber was an uns ist das immer gleich bleibende Element, das dazu führt, daß wir uns trotzdem im Spiegel sofort wiedererkennen? Die Schuhgröße alleine wird es wohl nicht sein, oder? Ich zum Beispiel besitze ungefähr gleich viele Paar Schuhe in 37 und 38. Heißt das, daß auch meine Füße flexibel sind oder sind Schuhgrößen ebenfalls nur ungefähre Anhaltspunkte unserer Identität?



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