Sonntag, 20. April 2008

Mein Büro bei Starbucks

Schreiben in Cafés

Als ich angefangen habe zu schreiben, da war ich der Meinung, zu dieser Tätigkeit wäre eine heilige Stille um mich von immenser Bedeutung. Gerne habe ich mich in einsame Räume zurückgezogen und sogar die Stecker ausgesteckt, um nur ja durch keinen irritierenden Summton abgelenkt zu werden. Das hat sich dank Starbucks rapide geändert und mittlerweile ist es so, dass der Schreibfluss fast leicher kommt, wenn ich dazu dieses vertraute Jazz-Gemurmel-Milchschäumer-Hintergrundplätschern im Ohr und den Kaffeegeruch in der Nase habe. Ich denke, der positive Effekt ist der, dass es bei Starbucks nur sekundäre Ablenkungen gibt, ein lautes Lachen, jemand fragt, ob das Sofa nebenan besetzt ist, der Tisch wird abgeräumt, Dinge dieser Art, die man zwar wahr nimmt, die einen aber nicht zum auftauchen bringen. Daheim, egal wie gut man sich abschottet, ist man mit primären Ablenkungen konfrontiert. Die Katze will Aufmerksamkeit, der Kühlschrank ist voll, die Fernbedienung für den Fernseher ist in Reichweite, der Computer ist mit dem Internet verbunden, also kurz mal Mails checken, einen Snack holen, Nachrichten schauen, Katze streicheln als Hilfsmittel, wenn ein Satz nicht und nicht in Gang kommt. Lauter Totalauftaucher. Und wenn mich jemand fragt, warum gerade Starbucks, dann sage ich dazu folgendes: Steckdosen bei fast jedem Platz, flexible Sitzmöbeleinrichtung, Sofas, rauchfrei, keine lästigen Kellner, Schriftstellerherz, was willst du mehr? Ach ja, der Marmorkuchen ist auch recht empfehlenswert und ich bin fast süchtig nach Chai Tea Latte. :-)



Dienstag, 8. April 2008

Aller Anfang...

...ist schwer!

Meister King hat recht. Es gibt sie immer wieder, die Angst vor der ersten Seite, dem ersten Satz, dem ersten Wort. Man verbringt als Schriftsteller viel Zeit damit, sich dieser Angst nicht stellen zu müssen, indem man sich sagt: Da gibt es noch ein Buch, das ich lesen muss, einen Ort, den ich aufsuchen, eine Figur, deren familiäre Hintergründe ich recherchieren muss. Bloß, es wird immer Orte, immer Bücher, immer Figuren geben, was einen nicht dran hindern sollte, den Absprung zu erwischen. Schreiben ist wie Schi fahren, wichtig ist, den Berg hinunter zu kommen. Da kommen Eisplatten, Steilhänge, Schneebrocken, Mitfahrer, manchmal auch Wolkenbrüche oder Sturmtiefs, aber der Weg ist klar: Ein paar kräftige Stockstöße oben und ein Bremsschwung unten. Dazwischen liegt die ganze Arbeit, doch auch der ganze Spaß. Daher, liebe Freunde, drückt mir die Daumen, denn es wird Zeit, die Bretter anzuschnallen. Blauer Himmel, griffiger Schnee, was hält mich noch? Was hält mich?




Loading...

Popular Posts

Followers

Youtube

You can replace this text by going to "Layout" and then "Page Elements" section. Edit " About "
Claudia Toman. Powered by Blogger.
 

Nathan Fillion saved my life...

Wir waren da!

Search This Blog

Wird geladen...

Translate

Es ist ein Fehler bei diesem Gadget aufgetreten.
                                         Steampunk Maus im Header gezeichnet von David Petersen.

Der Meister spricht...

Copyright 2010 Claudia Toman - Autorenseite. All rights reserved.
Themes by Bonard Alfin | Distributed by: free blogger template videobest blogger templates of 2013 | best vpn anonymous best vpn on mac