Freitag, 22. August 2008

Das Lektorat

Korrigieren ist wie Zwiebel schneiden...

Ein extrem faszinierender Aspekt des Romanschreibens ist der Prozess des Lektorates. Nach meiner ersten groben Überarbeitung hat meine Lektorin nun in meinem Text mit Word-Korrekturnachverfolgung, einem äußerst notwendigen Tool, redigiert. Ich sehe mir das jetzt durch und entscheide mich bei jedem Änderungsvorschlag, ob ich akzeptiere oder ablehne, was sich insgesamt so bei zwei Dritteln ja, einem Drittel nein bewegt. Toll die meisten sachten Umformulierungen, ich bin ja die Königin von "am" statt "auf dem" und neige, wurde ich aufgeklärt, zu Partizipalkostruktionen (wen es interessiert, der mag es googlen!), mit Kompromissen verbunden die Entösterreichisierung. Abschied nehmen hieß es von Schlapfen, Lacken, Vogerltanz, Graffelwerk, Scherben auf, und zehn nach halb sieben ist zwanzig vor sieben, ganz klar. Dafür rette ich mit vollster Überzeugung meine Daunenfedern, meinen Löwenzahn, meine Liebeserklärungen an London, sowie alles, was unter den Begriff Wortspielereien fällt, die so gerne mit mir durchgehen. Oliviasprech ist meine neueste Bezeichnung dafür. Eigentlich macht das alles ja sehr viel Spaß, nur hänge ich schon den zweiten Tag hintereinander permanent am Computerbildschirm und weine Krokodilstränen. Nein, nicht wegen der Korrekturen, sondern weil die viereckigen Computeraugen schmerzhaft nässen. 8-)

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3 Kommentare:

Riky hat gesagt…

"Graffelwerk, Schlapfen", ist schon klar, diese Wörter verstehen ja nur wir Österreicher, da müsstest du dann ja glatt ein kurzes Österreich-Wörterbuch hinten ranhängen. Schön, dass du den Löwenzahn gerettet hast.

Ich liebe den Löwenzahn, vor allem dann, wenn er zur Pusteblume wird. Jedes Jahr auf's Neue muss ich darum kämpfen, dass mir meine Familie meiner Pusteblume-Wiese mit dem Rasenmäher nicht den Garaus macht.

Einen schönen Sonntag noch.

LG Riky

PS: ... übrigens, das Gipfelkreuz steht dir gut. Ich habe nachgelesen: 1840 Meter. Super!

Sonja hat gesagt…

Hallo!
Eigentlich schade, daß Schlapfen und zehn nach halb sieben verschwinden müssen, ist eigentlich nicht so schwer zu verstehen (und dann ausm Zusammenhang noch viel besser) und hat schon einen eigenen Charme.
Aber es wird schon passen, wenn Du das offensichtlich sehr gewissenhaft machst :)
Baba,
Sonja

claudia hat gesagt…

Laut der Homepage von Birkenstock nennen sich die Dinger allgemein Sandalen, also sind es nun Birkenstocksandalen. Recherche ist alles. ;-)

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