Donnerstag, 23. Oktober 2008

Fertig!!!


Die Lektoratsphase ist beendet...

Relativ schmerzfrei habe ich nun auch den dritten Redaktionsdurchgang überstanden. Diesmal hat eine externe Lektorin das Manuskript nach letzten fehlenden Feinschliffen durchsucht. Ich habe gelernt, dass man Tür statt Türe schreibt, Mailbox statt Mobilbox, dass man einen Schrei eher ausstößt als von sich gibt und Augen verdreht, nicht rollt. Solche und ähnliche Korrekturen fanden statt, zahlreiche Beistriche sind nun richtig gesetzt, an ein paar Stellen habe ich noch Einspruch erhoben, das wird eingearbeitet und dann ist die Arbeit an Hexendreimaldrei für mich beendet. Ein letztes Mal durchlesen bevor es in Druck geht, an der Verpackung feilen, Klappentext, Text der Autorenbiografie, Widmung, Dankesworte, das sind so meine letzten Aufgaben in Zusammenarbeit mit meiner Lektorin, aber im Prinzip kann ich mich nun voll auf das Rotkäppchen konzentrieren, das zu etwa zwei Drittel fertig ist. Schreibherbst ist angesagt! :-)



Mittwoch, 22. Oktober 2008

Ähnlichkeiten mit lebenden Personen...

...sind rein zufällig!

Natürlich schöpft man als Autor aus dem, was man kennt, was einem tagtäglich begegnet. Jeder, der das verleugnet, lügt, und zwar gewaltig. Man erfindet auch, sicher, aber der Großteil dessen, was man schreibt, hat doch eine solide Basis. Dennoch haben Figuren ein sehr differenziertes Eigenleben. Wie reale Menschen tun sie nicht immer das, was man von ihnen will oder erwartet. Man meint, sie in- und auswendig zu kennen, denkt, man hätte sie im Griff, aber das ist reine Illusion. Ich zum Beispiel kenne eine Autorin, der von ihren Lesern wieder und wieder gesagt wurde, dass ihr Protagonist über die Gefühle der Protagonistin Bescheid weiß. Angesichts dieser Rückmeldungen hat die Autorin nur erstaunt dreingeblickt wie ein mehrfach begossener Zwergpudel weil sie in dieser Angelegenheit eine komplett konträre Meinung hatte. Das beweist wieder einmal meine Theorie, dass Schreiben aus dem Unterbewusstsein kommt. Es ist nur begrenzt steuerbar, es bekommt eine Eigendynamik und ab und zu verrät es mehr über uns als es soll. Was meine Bekannte, die Autorin, betrifft, sei nur so viel verraten: Ihre Leser wussten mehr als sie. Und sie hatten recht. Das macht mich schon nachdenklich. :-O



Freitag, 10. Oktober 2008

Monatsgedicht Oktober - 10.10.08


Das große Für Immer

In seinem Abschiedslächeln
Sieht die Hexe es zum ersten Mal,
Und mit Wehmut wendet sie sich ab.
Ihre Augen sind trocken,
Ihre Beine tragen sie,
Sie hat das Ende gut geübt,
Das muss man ihr lassen.
Kein Sprung in ihrem Lächeln,
Keine verstohlene Tränenspur.
Nicht einmal die alte Bitterkeit
Will ihr so recht gelingen.

Die Nachtluft ist septemberweich,
Ein Schauder kriecht ihr ins Genick,
Fasst ihr gewaltsam an den Hinterkopf.
Sie weiß, wenn sie sich umdreht,
Dann hat sie in Ewigkeit verloren,
Das Bild von seinem Fortgehen
Wird ihr immer auf der Netzhaut brennen.

Die Hexe kämpft, sie wehrt sich,
Knetet ihre Fingerknöchel bis es knackt.
Doch im Grunde hat sie längst entschieden.
Einen letzten schmerzhaften Atemzug lang
Beobachtet sie den Schwung seiner Arme,
Lauscht dem Rhythmus seiner Schritte
Und liebt ihn, liebt ihn wie noch nie zuvor.


Donnerstag, 2. Oktober 2008

Über den Anderen Teil


Paulo Coelho "Brida"

Wir alle begegnen unserem Anderen Teil irgendwann in unserem Leben und erkennen ihn. Wäre ich nicht ein Magier und sähe ich nicht den Punkt über deiner linken Schulter, würde ich etwas länger brauchen, um dich zu akzeptieren. Aber du würdest um mich kämpfen, und eines Tages würde ich das Leuchten in deinen Augen sehen. Ich bin nun aber ein Magier, und jetzt muss ich um dich kämpfen. Damit all mein Wissen zu Weisheit wird.

Als wir uns kennengelernt haben - habe ich dir die Dunkle Nacht gezeigt. Mir war so, als hätte ich dich schon immer gekannt, weil ich mich nicht daran erinnern kann, wie die Welt war, ehe ich dir begegnet bin. Ich wollte sehen, wie du mit deinen Grenzen umgehst. Ich wusste, dass ich es mit meinem Anderen Teil zu tun hatte und dass mir dieser Andere Teil beibringen würde, was ich lernen musste - deshalb nämlich hat Gott Mann und Frau getrennt.

Mein ganzes Leben lang werde ich mich an dich erinnern, und du wirst dich immer an mich erinnern. So wie wir uns an den Sonnenuntergang, an die Fensterscheiben im Regen erinnern werden, an all die Dinge, die uns bleiben, die wir aber niemals besitzen werden.




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