Mittwoch, 30. Dezember 2009

Zwei-null-null-Neun




Letzter Tag des Jahres der Hochschaubahn...

Ich bin schlecht in Rückblicken. Meine Stärke ist die Vorstellung zukünftiger Ereignisse. Manchmal sehe ich mich da mit Superheroe Qualitäten ausgestattet, triumphierend den Zweiflern die lange Nase zeigend oder, je nach Stimmung, am Höhe- oder Tiefpunkt emotionaler Ereignisse. Und meine Lieblingsvorstellung der letzten Jahre war, mit festen Schritten - selbstverständlich in Zeitlupe - zum Soundtrack von "This is the moment" aus dem Musical Jekyll&Hyde die Treppen einer Bühne zu erklimmen, auf der ein Tischchen mit einer Lampe und ein Mikrofon steht. Unter dem schweißfreien weil mit qualitativ hochwertigem Deodorant eingesprühtem Arm klemmt er, mein erster Roman. Ich passe plötzlich, völlig unerwartet in ein hinreißendes Ballkleid Größe 36, meine wallende Mähne, die die praktikable Kurzhaarfrisur wie durch ein Wunder ersetzt hat, wippt ebenfalls in Zeitlupe auf und ab. Schließlich, während Dr. Jekyll diese grandios ekstatische Überleitung "For all these years, I faced the world alone..." beginnt, erreiche ich die Bühnenmitte. Mit völlig entspanntem Gesichtsausdruck drehe ich mich nach vorne. "And now the time has come..." Mein Kleid weht dabei malerisch in einem mysteriösen Luftzug von seitlich rechts. "...to prove to them..." Die Menge (besser gesagt die unglaubliche Masse) erhebt sich geschlossen. "...I've made it on my own!" Und genau mit dem wie ein Vulkanausbruch einsetzenden Refrain "This is the moment!" beginnt der tosende Applaus unter den sich Jubelschreie mischen. Ich suche die vor Stolz strahlenden Gesichter von Familie und Freunden, nehme das Mikrofon und sage mit fester, klarer Stimme: "Willkommen zur Präsentation meines Debütromans..."

"...Hexendreimaldrei!" Schnitt. 28.Mai 2009 Café Prückel. Nachdem ich wie ein Rhinozeros auf und ab, hin und her und manchmal alles zugleich gestapft bin, um Leute zu begrüßen, ihnen Plätze zu suchen, Handyanrufe verzweifelter Parkplatzsucher beantwortet habe, mir Klagen über das schlechte Klavier angehört habe, Antworten auf so wichtige Fragen wie "Kann man hier Essen bestellen?", "Wo ist das Klo?" oder "Wo hast du das Kleid her?" (Mango, Größe 38, ohne tiefes Einatmen) gefunden habe, sitze ich am winzigen Podium in einem schrecklich tiefen Korbsessel, ohne Tisch, ohne Lampe, dafür mit einem eigenwilligen Mikrofon neben meiner Lektorin Frau Müller und begrüße meine Gäste zu meiner allerersten Buchpräsentation. Schwitzend. Zitternd. Restlos unentspannt. Mit obiger Vorstellung hat es nicht viel gemeinsam, aber soll ich euch was verraten: Es war mir sowas von wurscht (oder piepegal in hochdeutsch). Denn I have made it. Total on my own. Und das Leben ist halt kein Musiktheaterstück, sondern live!

2009, das ist das Jahr, wo ich zum ersten Mal etwas in der Hand gehalten habe, das so ganz und gar mein eigenes war, dass es mir schwergefallen ist, es richtig zu begreifen. Jetzt, am letzten Tag des Jahres und mitten in den Vorbereitungen für die nächsten Erscheinungstermine, wird mir das erst bewusst: Etwas ist geschafft. Ohne Vitamin B. Ohne Schlupflöcher. Ohne Hintertür. Der Ring an meinem Finger ist jetzt wirklich echt, weil ich ihn mir echt geschrieben habe. Wie wäre alles, wenn ich damals nicht den Shakespeare Pakt geschlossen hätte? Welches Ende würde sich dann an dieser Stelle für 2009 finden?

Zwei-null-null-Neun war ein gutes Jahr. Trotz allem. Ich nenne es das Jahr der Hochschaubahn. Da waren auch Niederlagen, bittere, traurige, frustrierende. Aber da war auch viel Schönes, ganz viele neue Freunde, Hoffnung und Mut. Ich freue mich jetzt auf ein neues Jahrzehnt, das mit meinem Herzensprojekt Jagdzeit beginnt und wer weiß wo endet. Eines steht fest: Ich habe ein paar grandiose Vorstellungen dazu parat, aber die verrate ich nicht. ;-)



Montag, 21. Dezember 2009

I miss...




And you were wild and crazy,
Just so frustrating intoxicating complicated
Got away like some mistake!


Freitag, 18. Dezember 2009

Hexendreimaldrei Live im Internet!





Das war sie also, meine erste Online-Live-Lesung, organisiert von Lovelybooks.
Und riesig viel Spaß gemacht hat sie auch. Zum gemütlichen vorweihnachtlichen Punschtrinken/Kekseessen waren meine lieben AutorenkollegInnen Anni Bürkl, Jürgen Heimlich und Sabine Derman bei mir, sowie meine Freundin Sabine Klein, Christian Horvath von Lovelybooks und meine Leserinnen Sabine und Victoria. Die Stimmung war fantastisch, die Kalimba wurde gespielt und pünktlich um 19:30 hat die Action begonnen. Ich habe etwa 40 Minuten gelesen, anschließend bekam ich über Twitter Fragen gestellt, die ich aus technischen Gründen via IPhone rein bekam (leider hat sich Herr Mackintosh nicht zwecks Sponsoring gemeldet). Die Applikation mit ihren Zwitschergeräuschen sorgte für viel Amüsement unter den Zusehern. ;-) Um kurz nach 21h war es dann leider wieder vorbei. Eine tolle Sache, für die ich mich bei Lovelybooks ganz herzlich bedanken möchte.
Wer nicht dabei sein konnte: Den Stream gibt es in voller Länge zum nachschauen. Start ist bei etwa 15min, davor lief es testhalber schon. Viel Spaß! :-)

Live Streaming by Ustream.TV



Montag, 14. Dezember 2009

Bronzemedaille!




Lovelybooks Leserpreis - Die Ergebnisse

Freudig darf ich verkünden, dass mein HEXENDREIMALDREI es beim Lovelybooks Leserpreis in der Kategorie Romantik auf den 3.PLATZ geschafft hat. Gewonnen hat Stephenie Meyers BISS ZUM ENDE DER NACHT vor Daniel Glattauers ALLE SIEBEN WELLEN (Mein Favorit!). Auch in der Spezialkategorie Bester Titel ist Hexendreimaldrei auf dem sensationellen 7.Platz gelandet. Ein ganz lautes DANKESCHÖN an alle, die für mich gevotet haben, sowie an Lovelybooks für diesen tollen Preis.


Alle Ergebnisse gibt es hier: LOVELYBOOKS LESERPREIS



Donnerstag, 3. Dezember 2009

JAGDZEIT ist vorbestellbar!



Juchu! Ist auch diesmal schön, das Buch in Amazon zu entdecken! :-)))
---> JAGDZEIT BEI AMAZON VORBESTELLEN

Überhaupt hat es das Universum heute extrem gut mit mir gemeint. Es gibt Tage, da glaubt man, es geht nicht mehr und offensichtlich wen da oben, der Hilfeschreie hört...


Mittwoch, 2. Dezember 2009

I really do!



The Cardigans: "For what it's worth"

For what it's worth I like you
And what is worse I really do
Things have been worse
And we had fun fun fun
'Till I said I love you
And what is worse I really do!

For what it's worth I love you
And what is worse I really do.



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