Dienstag, 30. März 2010

Meins II





Jagdzeit ist gelandet...

Mein erstes Jagdzeit Exemplar ist heute in den Briefkasten geflattert. Es sieht genial aus! Der Titel und Sibbys Auge sind in Hochglanz lackiert, was ein grandioser Effekt ist. Das Auge lebt richtig, einfach wunderschön. Ein Riesendank an Teresa Mutzenbach für diesen hinreißenden Entwurf! Ich freu mich so! :-)))



Samstag, 27. März 2010





Tritt ein. Oder kehr um. Dies ist Erebos.

Ich schreibe diese Rezension im Wissen, dass ich einer gefährlichen Spezies Buch in die Falle gegangen bin. Ich wollte rechtzeitig aufhören. Ich wollte es wirklich. Doch das Buch war stärker. Ich hielt meine Augen mit Gewalt offen, ich vergaß, zu essen, vergaß, zu trinken, folgte den Anweisungen der Autorin und erwischte mich sogar dabei, wie ich googelte, ehe es die Protagonisten taten. Ich war ein Junkie, ich war für die Welt verloren. Denn ich las EREBOS!
"Was kann sie denn, die Realität? Hungrig machen, durstig, unzufrieden. Sie verursacht Schmerzen, sie schlägt mit Krankheit um sich, sie gehorcht lächerlichen Gesetzen. Vor allem aber ist sie endlich. Immer führt sie zum Tod. Was zählt und Kraft hat, sind andere Dinge: Ideen, Leidenschaften, sogar Wahnsinn. Alles, was sich über die Vernunft emporhebt. Ich entziehe der Realität meine Zustimmung."
Dieses Zitat spricht die innersten Zusammenhänge von Erebos an. Ohne zu viel zu verraten, genau um diese Themen geht es. Es geht um Realität, Realitätsverlust und um den Tod. Held der Geschichte, und einer der alles durchlebt, den Zweifel, das Abenteuer, die Reue, die Vernunft, ist Nick, ein Schüler, der eigentlich ganz normal ist, sich für seine Freunde, Basketball, ein Mädchen und eine Rockband interessiert. Doch er erlebt, wie etwas sein Umfeld verändert und will wissen, was. So kommt er an eine DVD mit einem Computerspiel namens Erebos. Und katapultiert sich mitten in eine Geschichte, wo Spiel und Realität sich gefährlich vermischen.
Erebos ist ein Jugendbuch und ist es ebenso wenig wie Harry Potter, denn ich habe alles, wirklich alles liegen und stehen lassen, um zu erfahren, wie es weiter geht. Der Spannungsbogen, den Ursula Poznanski aufbaut, ist extrem kunstvoll, die Übergänge zwischen den Ebenen so fließend wie in der Geschichte und ihre Figuren sind voller Leben. Seit dem Tag nach dem Erscheinen von Deathly Hallows habe ich nicht mehr so bedingungslos durchgelesen, so heftig mitgefiebert und mich so gerne überraschen lassen wie von dem, was hier geboten wird. Erebos ist nicht nur ein Buch. Es ist auch nicht nur die Verarbeitung eines Themas, das höchst aktuell und höchst wichtig ist. Es ist in erster Linie Stoff für alle Büchersüchtigen, Nachtdurchleser, Seitenverschlinger und Geschichtenfresser und ich möchte jeden, der nun Anlass sieht, sich darauf einzulassen, eindringlich warnen:
Erebos ist ein Spiel. Es beaobachtet dich, es spricht mit dir, es belohnt sich, es prüft dich, es droht dir.
Erebos hat ein Ziel: Es will gelesen werden! :-)



Freitag, 26. März 2010

Jagdzeit Special!






Video ansehen, Frage beantworten und ein Jagdzeit-Paket gewinnen!

Heute habe ich ein ganz besonderes Special für euch. Das hier ist die absolut erste, exklusive Vorablesung eines Ausschnitts aus Jagdzeit, der auch bisher nicht als Leseprobe verfügbar war. Es handelt sich um das erste Zusammentreffen der Hauptprotagonisten. Unter allen Sehern des Videos verlose ich ein Jagdzeit-Überraschungspaket, das eine signierte und persönlich gewidmete Ausgabe, einen Shakespeare Ring und jede Menge Olivia-Goodies enthält, sowie als zweiten und dritten Platz je ein signiertes Exemplar nach Wunsch. Das Gewinnspiel läuft bis zum 11.4., und alles, was ihr tun müsst, ist, das Video ansehen und mir eine Email (bitte nicht als Kommentar posten, sonst muss niemand mehr raten ;-) ) mit der Antwort auf folgende Frage schicken:

Die gelesene Szene ist eine kleine Hommage an eines meiner Lieblingsbücher. Um welches Werk handelt es sich?



Auflösung und Ziehung der Gewinner...




Vielen, vielen Dank an alle Teilnehmer, ich war begeistert über so viele richtige Antworten! Den Gewinnern gratuliere ich ganz herzlich. Wer nicht gewonnen hat: Nicht traurig sein! Mir fällt bestimmt bald wieder was Schönes ein. ;-)


AUFLÖSUNG: Das gesuchte Buch ist "Herr der Ringe".


Wer jetzt Lust auf das Buch bekommen hat: Im kommenden Monat finden drei Leserunden statt, die ich begleite, und zwar ab 8.5. bei Literatina, ab 14.5. mit Gewinnmöglichkeit bei Leser-Welt und ab 20.5. die große Leserunde bei den Büchereulen.


PS: Für dieses Video wurden keine Tütüfeen misshandelt oder Katzen vor die Kamera gezerrt. Alles geschah auf freiwilliger Basis. Mehr oder weniger. Experimente zuhause mit Streichhölzern auf eigene Gefahr. Für etwaige Konsequenzen wird keine Haftung übernommen!



Montag, 22. März 2010

Leipzig 2010


                          

Es gibt zu viele Menschen und zu viele Bücher in der Welt! Beides wird einem auf der Leipziger Buchmesse so richtig bewusst. Mitten im zweiten Fußgängerstau meines Lebens (der erste war Venedig im Karneval), in der grandiosen Glashalle, zwischen pinken Mangamädchen, einem Typ im Ganzkörperwolfskostüm und genervten Bibliothekarinnen bei gefühlten achtunddreißigeinhalb Grad im Buchschatten erwacht die Sehnsucht nach dem Bergdorf und den Pulverschneehängen. Am Schilift allerdings geht es wohl ähnlich zu.
Hoch motiviert und mit reichlich Werbematerial im Gepäck bin ich auf Jagdzeit-Mission nach Leipzig gefahren. Als mein persönlicher Kampf gegen der traurigen April-Erscheinungstermin, der einen vom wilden Messerummel garstig ausschließt. Das Hexendreimaldrei war am Diana-Stand ausgestellt, allerdings fast erschlagen von den Hera-Lind-Wälzern drumherum. Stolz hat mir ein algerischer Taxifahrer die Autogrammkarte der Dame-Aus-Dem-Fernsehen gezeigt, die er zum Flughafen gebracht hat. Ja, ja, die kenn ich, habe ich geseufzt und ihm das lächelnde Lind-Foto zurückgegeben. Irgendwann mal, vielleicht..., denkt man da und reibt sich die schmerzenden Beine.
Zieht jeder Autor zu seiner ersten Buchmesse eigentlich die falschen Schuhe an? Freitagabend habe ich beim Hauptbahnhof rote Latschen erworben, weil die schicken Lederstiefel mit Absatz mich komplett wund durch die Gegend humpeln ließen. Daran war aber auch das Hotel mit dem 5-10 Minuten Fußweg zur Messe schuld, der in Wahrheit eine halbstündige Asphaltwanderung war*. Merken: Schlechte Hotelrezensionen meist ernst nehmen, gute Buchrezensionen meist nicht!


Mit meinem Agenten Joachim Jessen am Diana Stand



Es war für mich eine Messe der erfreulichen Begegnungen. Zum ersten Mal durfte ich meinen Agenten Joachim Jessen persönlich kennen lernen, ein großer Autoren-, Schleichwege- und Steakkenner, sowie den Agenturchef Thomas Schlück, ein kongeniales und äußerst lustiges Duo der alten Schule! Auch die Diana-Leiterin Britta Hansen, Doris Schuck von den Veranstaltungen und Claudia Limmer von der Presse haben mich am ständig überfüllten Random House Stand freundlich bewirtet. Höchst erfreulich auch das große Montségur Autorentreffen, wo ich endlich Ursula Poznanski ("Erebos"), Thomas Plischke ("Zombies") und Dorit Kostall begegnet bin und gelernt habe, dass sich die Welt in Wahrheit um Oberursel dreht. Auch die Stammtischkolleginnen Berta Berger ("Der Augenschneider") und Anni Bürkl ("Schwarztee") waren da, mit ihnen und Richard K. Breuer ("Brouillé") zusammen haben wir am Vivo! Stand Wiener Süßigkeiten und Schmäh verteilt, wo ich die lieben Büchereulen beowulf und Nachtgedanken, den Twitterer Carsten Tergast, sowie die Katzenmama Natira in persona getroffen habe. Meine große Entdeckung ebendort: Der Märchenerzähler Iko ("Och nö"), der köstliche Märchen und Märchengedichte für Erwachsene schreibt und ganz herrlich vorträgt.


mit Thorsten Kneuer, Karin Fiedler und Ursula Poznanski (v.l.)



Am Samstag drehte sich dann noch alles um die Fantasy. Ich habe meine durch und durch phantastische Kollegin Victoria Schlederer ("Des Teufels Maskerade") am Heyne Stand beim mdr Interview abgeholt, die Lesungen von Nina Blazon, Jeanine Krock und Kai Meyer besucht (beziehungsweise irgendwo am Rande des Massenauflaufs miterlebt), meine lieben LeserInnen Karin Fiedler und Thorsten Kneuer (mit meinem Exlibris-Stempel!) getroffen und dem viel beschäftigten Christian Handel alias Darkstar ein Kurzinterview für die Fantasy News gegeben. Am Abend war ich noch mit den Kettenleserinnen Sarah und Katja beim großen Heyne Fantasyabend in der Bahnhofsbuchhandlung. Danach, völlig erschöpft, konnte ich nur noch vor dem Fernseher Mehrzad und Menowin die Daumen drücken, ehe ich in meinem höllisch quietschenden Bett* unruhig geschlafen habe.


Christoph Hardebusch, Bernhand Hennen, Oliver Dierssen, Moderatorin, Victoria Schlederer und Boris Koch (v.l.) beim Heyne Fantasyabend



Messefazit: 500 Jagdzeit-Lesezeichen unter die Leute gebracht, faszinierende Leute getroffen, Twittaggegessen, Rücken und Füße an die Grenzen getrieben, ein neues Wort gelernt („Cosplay“), zu viele Bücher gesehen, zu viele Bücher gekauft und zum Andenken eine Buchhülle mit der Aufschrift „Schundroman“ erworben. Damit in Zukunft jedes Buch, das ich lese ein bisschen Hegemann ist. ;-)

*KEINE Empfehlung für das Hotel Messeblick!

PS: DAS ist gut gemachte Buch-PR!!! (Oder: Für uns andere Autoren: "Hier könnte IHR Buch stehen!")





Montag, 15. März 2010

Jagdzeit Meezified!



video

Etwas was ich schon lange ausprobieren wollte, ist das Meez Video. Zur Erklärung: MEEZ ist die Avatarseite, wo ich seit Jahren den Avatar hier auf dieser Seite betreibe. Irgendwie macht es richtig Spaß, der Figur immer eine kleine Geschichte zu geben, die etwas über mich erzählt oder damit zu tun hat, was mich grade beschäftigt. Die Auswahl dort ist gigantisch, es gibt fast nichts, was es nicht gibt. Darum ist dort auch eine relativ aktive Videocommunity, die tolle kleine Filme aus den zehnsekündigen Meez-Loops bastelt. Mein erster Versuch ist hiermit Online, ein kleines JAGDZEIT Special mit Szenen aus dem Buch, trailerartig zusammen geschnitten und mit Amanda Marshalls "Out of Bounds" unterlegt, einem der Oliviasongs. Ich sollte unbedingt mal eine Playlist machen, weil mein ITunes Olivia Ordner schon extrem umfangreich ist. Aber mich inspiriert Musik oft zu Szenen, manche sehe ist fast filmisch vor mir. Sollte Hexendreimaldrei je verfilmt werden, muss am Ende die Kutsche zu Thomas Borcherts "Wandering Season" abfahren, sonst stimmt es nicht! Also dran bleiben, demnächst hier die ultimative Olivia-Songliste! Und viel Spaß mit dem Film, es war jedenfalls ein Riesenspaß ihn zu basteln, vor allem Adrian ein Gesicht zu geben! :-)



Donnerstag, 4. März 2010

Halbzeit



Zweihundert Seiten, viele Kämpfe...

Die ersten 200 Seiten von Olivias drittem Abenteuer, das immer noch einen guten Arbeitstitel verweigert und daher momentan "Das dritte Buch" genannt wird, sind fertig. Das ist schätzungsweise ungefähr die Hälfte. Zeit, eine erste Bilanz zu ziehen. In dieser Phase habe ich immer überhaupt keine Ahnung, ob es funktioniert. Ich sträube mich aber auch dagegen, Testleser einzusetzen, weil ich Unfertiges nicht aus der Hand gebe, also ringe ich mit mir selbst. Es gibt Tage, da schreibe ich ein Kapitel, am Ende fest davon überzeugt, dass das nichts war, und wenn ich es am nächsten Tag durchlese, funktioniert es verblüffender Weise. So geschehen gestern. Drei Protagonisten, eine Höhle und Berge von Information, die ausgetauscht werden müssen. Unterm Strich bin ich zufrieden, bis auf die Zurufe meiner kleinen Lektorin auf der Schulter, die findet, dass es wieder mal zu leicht geht, aber das sehe ich mir im nächsten Durchgang an. Gestern mussten erst noch Kapitelteile umgestellt werden, weil ich wieder zu sehr in die Rückblicke hinein gekippt bin. Aber das dritte Buch braucht mehr Chronologie, diesmal packe ich den Leser zusammen mit dem wundervollen Marley in ein Gepäckstück und reise mit ihm durch die halbe Welt, da ist die Vorwärtsbewegung essenziell. Ich erlaube mir nur sehr kurze Passagen rückblickend zu erzählen, wenn der Handlungsfluss mich unweigerlich schneller nach vorn spült als es in der Geschichte möglich ist. Aber alles in allem ist "Das dritte Buch" chronologisch im Präsens erzählt, was eine durchgehende Unmittelbarkeit auslöst, die hoffentlich so funktioniert, wie ich mir das vorstelle. Vom großen Ganzen am Ende habe ich diesmal ein ziemlich genaues Bild, was einerseits gut ist, andererseits mehr Disziplin und Motivation erfordert, weil mein Kopf das Buch schon geschrieben hat und ich trotzdem die Lust dran behalten muss. Dazu erlaube ich mir immer wieder spontane Sequenzen, die mich glücklich machen, weil so der Schöpfungsprozess nicht einschläft. Und hin und wieder stoße ich auf ein Hindernis, was auch gut ist, um mich wach zu rütteln. Wie war das noch mal? Wie kommt sie jetzt von da nach dort? Welche Rolle spielt die Zeichnung? Moment, was wäre mit einer zweiten Zeichnung? Und dann die Engelschöre mit der Erleuchtung und dem Glücksgefühl: Ja, genau! Das ist es!




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