Donnerstag, 4. März 2010

Halbzeit



Zweihundert Seiten, viele Kämpfe...

Die ersten 200 Seiten von Olivias drittem Abenteuer, das immer noch einen guten Arbeitstitel verweigert und daher momentan "Das dritte Buch" genannt wird, sind fertig. Das ist schätzungsweise ungefähr die Hälfte. Zeit, eine erste Bilanz zu ziehen. In dieser Phase habe ich immer überhaupt keine Ahnung, ob es funktioniert. Ich sträube mich aber auch dagegen, Testleser einzusetzen, weil ich Unfertiges nicht aus der Hand gebe, also ringe ich mit mir selbst. Es gibt Tage, da schreibe ich ein Kapitel, am Ende fest davon überzeugt, dass das nichts war, und wenn ich es am nächsten Tag durchlese, funktioniert es verblüffender Weise. So geschehen gestern. Drei Protagonisten, eine Höhle und Berge von Information, die ausgetauscht werden müssen. Unterm Strich bin ich zufrieden, bis auf die Zurufe meiner kleinen Lektorin auf der Schulter, die findet, dass es wieder mal zu leicht geht, aber das sehe ich mir im nächsten Durchgang an. Gestern mussten erst noch Kapitelteile umgestellt werden, weil ich wieder zu sehr in die Rückblicke hinein gekippt bin. Aber das dritte Buch braucht mehr Chronologie, diesmal packe ich den Leser zusammen mit dem wundervollen Marley in ein Gepäckstück und reise mit ihm durch die halbe Welt, da ist die Vorwärtsbewegung essenziell. Ich erlaube mir nur sehr kurze Passagen rückblickend zu erzählen, wenn der Handlungsfluss mich unweigerlich schneller nach vorn spült als es in der Geschichte möglich ist. Aber alles in allem ist "Das dritte Buch" chronologisch im Präsens erzählt, was eine durchgehende Unmittelbarkeit auslöst, die hoffentlich so funktioniert, wie ich mir das vorstelle. Vom großen Ganzen am Ende habe ich diesmal ein ziemlich genaues Bild, was einerseits gut ist, andererseits mehr Disziplin und Motivation erfordert, weil mein Kopf das Buch schon geschrieben hat und ich trotzdem die Lust dran behalten muss. Dazu erlaube ich mir immer wieder spontane Sequenzen, die mich glücklich machen, weil so der Schöpfungsprozess nicht einschläft. Und hin und wieder stoße ich auf ein Hindernis, was auch gut ist, um mich wach zu rütteln. Wie war das noch mal? Wie kommt sie jetzt von da nach dort? Welche Rolle spielt die Zeichnung? Moment, was wäre mit einer zweiten Zeichnung? Und dann die Engelschöre mit der Erleuchtung und dem Glücksgefühl: Ja, genau! Das ist es!

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2 Kommentare:

Sonja hat gesagt…

Halbzeit schon?! Super :)

Karin hat gesagt…

Halbzeit, alle Achtung.
Ich bin sicher das funktioniert....
Ich bin gespannt

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