Mittwoch, 22. September 2010

Flirtdepression


Ein Selbstversuch Teil Sieben

Der verflixte siebente Tag? Ich habe heute irgendwie einen Flirtdurchhänger. Erstens hat sich niemand von Bedeutung bei mir gemeldet, abgesehen von mopsfan, der es mit dem etwas lahmen hallo!! du schaust ja mal ganz nett aus versucht und tirolerbua82, der forscher via servus fesche maus! auf sich aufmerksam macht. Dabei hatte ich gestern sehr netten Kontakt zu einem Historiker mit Brille und Locken aus Salzburg. Doch die Antwort auf die Frage nach der literarischen Figur ist er mir schuldig geblieben. Das scheint überhaupt der Stolperstein zu sein. keinahnung etwa machte seinem Namen alle Ehre und hat es trotz Bedenkzeit nicht geschafft, einen Vergleich mit einer literarischen Figur zu liefern. Dabei wäre ich bereits am Weg zu ihm, hätte einer endlich den Mut und die Idee, mit "Aragorn", "Sirius Black" oder gar "Bill Denbrough" zu antworten. Selbst ein "Elias Alder" oder ein verwegenes "Siddartha", ein naheliegendes "Leo Leike" (etwas durchschaubar zwar, aber prinzipiell interessant), ein unerwartetes "Simon St. James" oder ein klassisches "Benedikt, ein Edelmann aus Padua" würde mich entzücken. Ganz zu schweigen von den Weltrettern "Batman" oder "Superman". Outete sich gar eine Mischung aus "Stu Redman" und "Larry Underwood", es könnte sein, dass ich zu großen Dummheiten imstande wäre.
Aber: Fehlanzeige. Ratlosigkeit in der Männerwelt. Was will die Komische aus Wien mit dieser Frage? Mein Bildungsniveau testen? Den Grad des Intellekts herausfinden? Oder mich gar psychologisch auf die Probe stellen? Nicht mit mir!
Die Folge ist eine generelle Flirtdepression. Ich klicke mich durch die Ergebnisliste, die mir die Plattform nach meinen Suchkriterien liefert und studiere die traurige Gesichteransammlung. Etwa fünfundneunzig Prozent der Fotos sind Müll. Warum präsentiere ich mich bei dieser wichtigsten Entscheidung des Lebens wahlweise lieblos, unvorteilhaft oder schlichtweg zum davonlaufen? Warum nicht einmal die mindeste Mühe um so eine wichtige Sache wie das eine Bild, das über Interesse oder Desinteresse entscheidet? Besonders beliebt bei Männern sind Gipfelkreuzfotos, wo man zwar die hübsche Landschaft erkennt, davor jedoch nur vage jemanden, der sich in eine Windjacke hüllt und dunkle Sonnenbrillen trägt. Wer sagt, dass der optische Eindruck nicht zählt, der lügt. Selbstverständlich ist das nicht alles, aber selbst wenn Mann kein Adonis ist, lässt sich durch vorteilhafte Fotokunst so einiges aufpeppen. Aber selbst diese winzige Herausforderung ist zu groß.
Was soll ich dort in dieser Plattform? Ist das nicht alles von vornherein total sinnlos? Ich brauche jetzt erst einmal einen White Russian. Extra stark.

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8 Kommentare:

Katrin von Saiten hat gesagt…

Liebe Claudia,

auch wenn ich deine Idee mit dem Vergleich der literarischen Figur erst nicht verstanden habe, weil alles was mir eingefallen ist Stilmittel waren, hab ich jetzt doch begriffen was deine Absicht war und finde diese Art Test sehr effektiv! Bei Schauspielern würde sicher jeder sofort irgendwen wissen, aber wenn man nunmal lieber Bücher mag ;)

Auch wenn ich es schade finde, dass Mr.Right offenbar auf sich warten lässt, finde ich es doch super, dass du so unterhaltsam über deine Erfahrungen schreibst. Ich würde Mr.Right empfehlen, er liest noch 2 oder 3 Monate hier mit und enttarnt sich erst dann :D

Beste Grüße
Katrin

Claudia Toman hat gesagt…

Das wäre sicher klug von Mr. Right. Aber alles verrate ich ja nicht. Die literarische Ähnlichkeit muss ja auch begründet werden. ;-) Reicht also nicht wenn jetzt wer schreibt "Ich bin eine Mischung aus Stu Redman und Larry Underwood". Entscheidend ist: Warum? Ja, das Auswahlverfahren ist sehr effektiv. Aber das erhöht nicht gerade die Freude...
lg Claudia

Stefan hat gesagt…

Hey, das klingt jetzt unglaublich mysteriös und für die männliche Welt absolut undurchschaubar! Ich werde jetzt vor lauter "Was könnten die damit bezwecken?" Fragen kein Auge mehr zumachen können (heute, im Büro, ihr schuldet mir was!)

Schönen Gruß,
Rob Fleming

Claudia Toman hat gesagt…

@Rob Fleming:
Top 5 Gründe für ein solches Auswahlverfahren:
1. Männer müssen gefordert werden!
2. Literarische Grundkenntnisse sind Voraussetzung, um einer Schriftstellerin zu imponieren.
3. Nur wer verrückt genug ist, sich fiktiv zu denken, wird meinen Wahnsinn ertragen.
4. Diese Aufgabe erfordert neben Phantasie und Selbstreflexion auch eine gewisse Chuzpe.
5. Wer kauft schon die Katze im Sack? ;-)

Stefan hat gesagt…

Touché! ;-) Wo kann man sich da noch schnell anmelden *ggg*

Claudia Toman hat gesagt…

Friendscout.
;-)

Katrin von Saiten hat gesagt…

Letztenldich also auch keine Aufgabe, die nicht durch ein paar Google-Klicks lösbar wäre. Der Einsatz lohnt sich schließlich ;)

Stefan hat gesagt…

Klasse :-) Ich hätt ja sogar ein Foto mit Berglandschaft im Hintergrund ...

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