Donnerstag, 2. September 2010

Manuskriptparty 1.9.2010


Ein rauschendes Fest...

Gestern Abend habe ich die Fertigstellung des dritten Manuskripts im engsten Freundeskreis mit einer Party gefeiert. Es gab eine Lesung mit Musik, ein Gewinnspiel mit Quiz und Karaokewettsingen, Würstchen, Cocktails, Kuchen und jede Menge Spaß. Seltsamerweise spielten sich die wichtigen Dinge allesamt in der Küche ab, was bestimmt nicht den vegetarischen Seitanwürstchen zuzuschreiben ist. Danke, dass ihr dabei wart Elli, Lissi, Sonja, Stephan, Dina, Karin, Michael, Sabine K., Sabine D., Victoria, Katzi, Richard, Pebo und Herbert! Ihr wart ein super Publikum und noch superere Karaoke-Sänger! Und The Winner Takes It All, nicht wahr, Herbert?
Hier ein paar Impressionen (nein, ich arbeite nicht für die Firma Mackintosh!) und, als absolutes Special Preview, eine kurze Leseprobe aus dem dritten Olivia Roman.





(...)
Mein Blick fällt auf mein eigenes Spiegelbild im zerbrochenen Spiegel über dem kleinen Waschbecken. Das Mondlicht lässt meine Haut fahlblau aussehen, meine Lippen sind ängstlich zusammen gekniffen, Wind und Regen haben jeglichen Versuch einer Frisur erfolgreich vernichtet. Dunkle Ringe unter meinen Augen erinnern mich daran, dass düstere Träume seit geraumer Zeit jeden Schlafversuch unterbinden. Mit gerunzelter Stirn nähere ich mich dem Becken. Es wirkt fast so, als wäre die Verwüstung mitsamt dem Wasser einfach aus dem Hahn geronnen. Die Frage jedoch, die mich beschäftigt, ist eine andere: Was hat das Wasser daran gehindert, wieder abzufließen? Immer noch steht eine beachtliche Menge davon im Becken, obwohl ich den Hahn bereits vor Minuten zugedreht habe.
Schaudernd greife ich in das eisige Wasser und taste nach dem Verschluss. Es ist keiner vorhanden, dafür eines dieser Plastikgitterchen, in dem Haare aufgefangen werden. Ich zerre daran. Zuerst bewegt es sich gar nicht, dann aber, nach einigem hin- und her, kann ich es nach oben ziehen. Doch zu meiner Verblüffung kommt noch etwas anderes zum Vorschein. Denn an dem Gitter hängt, mit dünnem Draht befestigt, ein Plexiglasröhrchen, etwa vom Durchmesser einer Euromünze und vielleicht zehn Zentimeter lang. Das fest verschraubte Gefäß dient offensichtlich dazu, etwas wasserdicht aufzubewahren. Nebenbei hat es den Wasserabfluss gehörig blockiert. Ein geniales Versteck, ein Versteck, das Adrian Alt angemessen ist. Ohne die Überschwemmung wäre ich nie im Leben auf diesen Gedanken gekommen. Triumphierend halte ich das Röhrchen in der Hand.
In dem Moment höre ich die Stimmen. Mindestens zwei. Männerstimmen, draußen vor dem Fenster. Mein Einbruch ist nicht unentdeckt geblieben. Was leuchte ich Hornochse hier auch wild mit der Taschenlampe herum? Höchstwahrscheinlich hat jemand von gegenüber die Polizei verständigt. Jetzt sitze ich in der Falle.
Aber die Polizei kommt durch die Tür, nicht durchs Fenster!
Ich erstarre. Die Stimmen werden lauter, auch wenn ich nicht verstehen kann, was sie sagen. Möglicherweise sind es die Einbrecher. Vielleicht haben sie alles beobachtet und nur darauf gewartet, dass jemand das findet, was sie übersehen haben. Sie werden es mir abnehmen und dann wasweißichwas mit mir anstellen. Am ganzen Körper zitternd weiß ich, dass ich nur eine einzige Chance habe. Hektisch schraube ich das Plexiröhrchen auf und entnehme ihm den Zettel, der sich klein zusammengefaltet darin befindet.
Kleeblattgasse 1b, steht in krakeliger Schrift darauf. Darunter Folge der Spindel!!! mit drei Rufzeichen und wieder darunter der wohl seltsamste Teil der Nachricht: Principum Amicitias!
Ich wiederhole die Worte mehrmals, stecke anschließend den Zettel, wie ich das schon oft im Fernsehen gesehen habe, in den Mund und versuche, ihn zu schlucken. Während ich noch trocken würge und den Brechreiz mit tränenden Augen unterdrücke, passieren mehrere Dinge gleichzeitig. Die Stimmen vorm Fenster stoßen laute Rufe aus, Beine in roten Overallhosen werden durch den von mir geöffneten Spalt geschoben, und die Wohnungstür, gegen die ich mich würgend gelehnt habe, schwingt auf.
(...)

Fortsetzung folgt!



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2 Kommentare:

Maren hat gesagt…

Ui schön!
Da möchte man doch gerne zu dem engeren Freundeskreis gehören - war bestimmt ganz toll!

Sonja hat gesagt…

Küchenpartys sind einfach das einzig wahre :D
Sehr schön wars, danke wie immer für die tolle Chance Dein neues Buch schon in Manuskriptform zu lesen!

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