Sonntag, 31. Oktober 2010

Auflösung Schneegeflüster Gewinnspiel


And the winner is...




Mit Hilfe von random.org habe ich aus der Liste gültiger Teilnehmer eine Zufallsliste gemacht. Ich gratuliere ganz herzlich:
Birgit (@texterinforkids)
zum Gewinn eines signierten Exemplars von SCHNEEGEFLÜSTER mit einer kleinen Adventsüberraschung als Zugabe.
Ich danke allen für die vielen tollen Kommentare, Rezepte (Herrencreme wurde schon getestet!) und fürs mitmachen! Das nächste Gewinnspiel kommt bestimmt! Und wer Lust bekommen hat, Schneegeflüster zu lesen oder zu verschenken, auch darüber freue ich mich natürlich, wenn ich schon die Ehre habe, unter so tollen KollegInnen in einer Anthologie vertreten zu sein. :-)




Montag, 18. Oktober 2010

Dito!


Ein Selbstversuch Teil Zehn


Der Grund, warum ich solche Plattformen bisher gemieden habe, ist der, dass Menschen, die man abweist so richtig fies werden können. TaureanDreams, 49jähriger Deutscher schickt mir einen Kuss. Ich kann diese Unart nicht leiden. Automatisiertes Kussversenden von Wildfremden halte ich für dreist und unpassend. Mich schüttelt es jedes Mal, wenn so ein roter Kussmund auf dem Bildschirm auftaucht und es dazu aus dem Lautsprecher schmatzt. Das überschreitet für mich eine private Grenze sowie jede Form guten Geschmacks. TaureanDreams habe ich diese Tatsache durchaus freundlich mitgeteilt, mit dem Zusatz, dass er von dem was ich suche (in Österreich lebend, maximal 45, Nichtraucher) weit entfernt ist. Ich wünschte ihm aber alles Gute für die Suche. Zurück kam eine bitterböse und sehr fiese Nachricht: Dito! Interessant was so sich alles Schriftsteller nennt. Wirst hier nicht viel Glück haben. Weiter an sich arbeiten - das hilft. Ich weiß zwar nicht wirklich, was mein Beruf mit meiner Abweisung zu tun hat oder warum ich mit klaren, ehrlichen Ansagen kein Glück haben sollte. Aber Dito gefällt mir. Erst krieg ich einen Kuss, dann ein Dito. Das nenne ich Flexibilität. Ich denke, mit der ablaufenden Premium-Mitgliedschaft endet bald meine Zeit in Flirtwunderland. Gelernt habe ich einiges:

- Frauen suchen Männer nach bestimmten Kriterien, Partnerschaftsanalysen und intensiven Profilstudien.
- Männer suchen Frauen. Wenn die nett aussehen ist's gut.
- Männer interessieren sich nicht dafür, was Frauen suchen. Sie sind davon überzeugt, dass sie zu finden sowieso ulitmativ ist.
- Ein Flirt beginnt unweigerlich mit einem Chat. Wer nicht chattet, ist flirtinkompatibel.
- Es ist wie im Leben: Zeigt man Interesse, kriegt man selten eine Antwort. Dafür interessieren sich die Uninteressanten für einen.
- Antwortet man nicht, ist das ok, schreibt man eine ehrliche Absage, wird einem empfohlen, die Einstellung zu ändern.
- Man sollte sich nie die Liste der Profilbesucher ansehen. Das ist echt abtörnend!

Im Gegensatz zu TaureanDreams, dem ollen Schmollmundküsser, bin ich der Meinung, dass man in Flirtplattformen sehr wohl mit Anspruch, Ehrlichkeit und klaren Vorstellungen Glück haben kann. Ich habe ein paar durchaus nette, kluge und durch Echtheit punktende Männer kennen gelernt, manche haben meine Absage mit so viel Freundlichkeit und Würde angenommen, dass ich meinen Hut ziehe, manche haben Anständigkeit bewiesen und sich von der Kommunikation verabschiedet, als sie wen kennen gelernt haben und andere haben tatsächlich mein Interesse geweckt. Mal schauen, was die Zukunft und vor allem das real life bringt. Vielen Dank allen treuen Lesern dieser Kolumne!



Freitag, 15. Oktober 2010

Ich hohle Nuss, ich!


Ein Selbstversuch Teil Neun


Fehlt mir die Abenteuerlust oder habe ich zu viele Folgen schlechter Fernsehkrimis gesehen? Sandro34 unterbreitet mir folgendes Angebot:
Dein Profil ist peppig! Ich würde mich freuen, mehr voneinander zu erfahren. Hast Du Lust gemeinsam mit mir meinen Geburtstag am kommenden Sonntag/Montag im Rogner Bad Bad Blumau in den Hundertwasser-Thermen zu erleben? Das fände ich witzig und spannend! Manchmal muss man ein bisserl verückt sein mit einer Idee. Würden natürlich vorher schon noch telefonieren usw. um zu gucken, ob und wie wir uns beide verstehen. Herzlich Sandro."
Gibt es tatsächlich Frauen, die sich auf etwas derartiges einlassen? Hat man denen als kleine Mädchen nicht beigebracht, keine Süßigkeiten von Fremden anzunehmen oder als Teens zu irgendwelchen Typen ins Auto zu steigen? Welche Form der Edelprostitution suggeriert dieses Angebot und, weiter gefragt, wie viel Achtung wird mir als Mensch entgegen gebracht, wenn mich wer nach einem gnädigen Telefonat gleich in irgendein Hotel entführen will. Und das, man lese und staune, nur nach Studium eines Internetprofils, in dem ich auch weißgottwas herbeilügen könnte. Ich könnte in Wahrheit eine picklige Sechzehnjährige oder ein notgeiler Mittsiebziger sein. Es mag ja sein, dass mir die Coolness fehlt, um mich auf solche Ausartungen moderner Internetkommunikation einzulassen. Oder, wie BN1969 es formuliert, ehe er mein Profil sperren lässt: "Hohle Nüsse wie dich brauche ich eh nicht!" Auslöser für diese verbale Attacke war übrigens meine dezente Antwort auf seine "Lust auf einen Flirt im Chat" Nachricht, die sich auf seinen Profilpunkt "Worüber können Sie lachen?", Antwort "über die Ignoranz so mancher Zicke hier" bezog. Ich versuchte ihm zu erklären, dass das Ignorieren meiner Bitte, via Nachricht und nicht via Chat zu kommunizieren eigentlich der Inbegriff von Ignoranz ist und man dafür gar keine Zicke zu sein braucht. Nun, die hohle Nuss bin dann offensichtlich ich, aber damit kann ich leben. Besser hohl als voll mit Würmerexkrementen, könnte man argumentieren.
Dafür zeichnet sich an anderer Front eine reale Begegnung ab. Ich muss aufpassen, was ich schreibe, denn der Mann kann googeln. ;-) Was mich irritiert ist: Der ist zu perfekt! Wie geht man damit um, wenn man ohne viel Erwartung so ein Netzwerk betritt, sich umsieht, mit jeder Menge Müll zugeschüttet wird und dann blitzt da etwas durch, das tatsächlich viel versprechend ist? Welche unermessliche Erwartungshaltung entsteht daraus und wird sie der Realität stand halten? Ich bin bereit, das Risiko einzugehen, und das ist für meine Verhältnisse Abenteuer genug.



Andrea Koßmann - Männertaxi





Nur ein Herz kann mehr geben als ein Körper...

Nachdem ich das Männertaxi in eine Parklücke manövriert habe, die sich momentan in meiner begrenzten Lesezeit kaum findet, habe ich so ein warmes, schönes Gefühl im Bauch. Das gelbe Buch kriecht langsam durch die herbstlichen Ritzen wie einer dieser letzten sonnigen Tage vor dem Winter. Es tut gut. Genau das will dieses Buch, und genau das gelingt ihm mühelos.
Mit sehr viel Ironie und Selbstkritik uns Frauen betreffend dreht Andrea Koßmann die Geschlechterrollen um und entwirft eine amüsante Vision, wie das denn wäre, wenn wir Frauen versuchen, uns wie Männer zu benehmen und Sex vor Liebe zu stellen. Isa und ihre Freundin Pia sind der Meinung, dass das die große Marktlücke ist: Männer, die Frauen zur Verfügung stehen, auf Bestellung und in jedem denkbaren Schärfegrad. Wie Pizza. Doch die Wahrheit ist ebenfalls höchst liebevoll und romantisch in der Geschichte verpackt: "Nur ein Herz kann mehr geben als ein Körper". So lernt auch Isa, dass Liebe ohne Verbundenheit, Verpflichtung und Nähe nicht das Gelbe vom Ei ist. Den Weg dahin geht man mit ihr durch alle Phasen weiblicher Logik und gespickt mit jeder Menge witziger, trauriger und verzwickter Situationen.
Ein klassischer Chick Lit Roman, der sich dennoch wie das gelbe Cover angenehm aus der Masse abhebt, denn Andrea Kossmann scheut sich nicht davor, unkonventionell zu sein. Das Thema, das sie wählt, die manchmal sehr böse Ironie dahinter und die oft unorthodoxen Ansichten ihrer Protagonisten sorgen dafür, dass man nicht nur gut unterhalten wird, sondern auch über den Wert von Liebe und das "Gem" vor der Einsamkeit nachdenkt. Weil wir Frauen eben nicht so sind wie "die Männer" und sogar die Männer ganz oft nicht so sind wie "die Männer". Eine beruhigende Erkenntnis!



Montag, 11. Oktober 2010

Schneegeflüster


Weihnachten ist eröffnet!



Soeben ist die Diana-Weihnachtsanthologie Schneegeflüster erschienen. Eine Sammlung von Liebesgeschichten rund um Weihnachten von so hochkarätigen Autorenkolleginnen wie Steffi von Wolff, Hera Lind und auch von meiner Wenigkeit. In meiner Kurzgeschichte "Hering mit Heiligenschein" begegnet die Kochbuchlektorin Åsa Glück auf der Verlagsweihnachtsfeier einer äußerst seltsamen (und den Hexendreimaldre-Lesern altbekannten) Wunschfee. Was könnte es schöneres geben, als Weihnachten heuer ausfallen zu lassen. Doch dann geschieht etwas, das sie ihren Wunsch bitter bereuen lässt...

Eine kurze Leseprobe habe ich auch für euch.


In dem Sekundenbruchteil, als der Christbaum in Flammen aufging, wünschte ich mir gerade von ganzem Herzen, jemand würde den Stecker aus der Welt ziehen. In zwei Tagen, wenn die akute Weihnachtskolik wieder einmal überstanden war, dann, frühestens dann, wäre ich wieder bereit für lebensverlängernde Maßnahmen. Vorher nicht.
Leider blieb es neonröhrenhell, während der zu erwartende Tumult ausbrach. Stark geschminkte Frauen quietschten entsetzt, während Männer mit bereits deutlich erkennbarem Glatzenansatz Nullkommafünfliterflaschen Evian mit Imponiergehabe auf das brennende Gestrüpp schütteten. Ich sah, wie der Leiter der Presseabteilung hektisch den lebensgroßen Weihnachtsmannaufsteller in Sicherheit brachte, als handelte es sich um den Bundespräsidenten. Der Pappkamerad, durch den man von hinten sein Gesicht stecken konnte, war der Hit der Verlagsweihnachtsfeier. Vor seine Brust hielt er nämlich den Flop des Winterprogramms, ein Kochbuch mit englischen Weihnachtsspezialitäten und dem schlagkräftigen Titel „Pudding mit Santa.“
Ich betrachtete andächtig die Bescherung. Schließlich war ja niemandem aufgefallen, dass es meine Wunderkerze gewesen war, die mitten im gemeinschaftlichen „O, du Fröhliche“–Singen via Funkenflug den hässlichen Papierengel in Brand gesetzt hatte, der, bedruckt mit dem Verlagslogo, das diesjährige Firmenweihnachtsgeschenk gewesen war. Kurz nach der Auslieferung hatte ein geheimer Wettbewerb begonnen: Wer findet die gemeinste Papierengelvernichtungsmethode?
„Gewonnen!“, sagte ich leise und nahm einen Schluck lauwarmen Weißwein.


Unter allen, die diesen Beitrag bis zum 31.10. kommentieren, verlose ich ein von mir signiertes Exemplar von Schneegeflüster mit einer kleinen vorweihnachtlichen Überraschung als Zugabe. Verratet mir doch in den Kommentaren euren größten Weihnachtswunsch, eure genialste Papierengelvernichtungsmethode oder euer leckerstes Weihnachtsrezept! Bitte Mailadresse oder Twitternamen angeben! Ich bin gespannt! :-)




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