Mittwoch, 23. Februar 2011

Heute auf Parship.

ER:
hallo! ich war heute in salzburg, da hat die sonne gescheint.
wie war es bei dir so?
ICH:
Ich weiß nicht, ich war heute gar nicht draußen. Ich bringe gerade einige Menschen um, natürlich nur auf dem Papier. Aber sonst geht es mir gut.
ER:
fein, daß es dir gut geht.
arg! ich wollte schon immer eine schriftstellerin kennenlernen...
wird es eine biographie?
ICH:
Ja, genau, meine biographischen Erfahrungen damit, was mit Männern passiert, die solche Fragen stellen. Sehr blutrünstig, absolut zu empfehlen. Wolltest du mich treffen? Ich schlage eine dunkle Unterführung spät abends vor.

**********

Ich dachte eigentlich, jetzt hat er es gecheckt, aber soeben erreicht mich diese Antwort:

ER:
ja, wollte ich. diese woche ist aber schon knapp bei mir, ich dachte nicht, daß du so ranngehst. aber nächste woche geht wieder. nehmen wir eine unterführung bei dir oder bei mir?

Also wieder ich:

ICH: 
Gute Frage. Wo ist es denn unwahrscheinlicher, dass die Polizei uns beobachtet? Es wäre auch besser, wenn keine Häuser in der Nähe sind, wegen des Schusses. Das macht ziemlichen Lärm. Idealerweise irgendwo an der Donau, das ist für die Entsorgung besser, vor allem zu dieser Jahreszeit.

Ein Tag später.

ER:
möchtest du mit mir nachteislaufen auf der donau? ok, treffpunkt unter der reichsbrücke, westufer. schick mir ein foto, damit ich dich erkenne.
muß mit dir auch noch was besprechen. 
ICH:  
Besprechen, nun ja, es stehen dir natürlich letzte Worte zu. Und erkennen wirst du mich daran, dass dich eine Kugel trifft. Ich bin dann die mit der Waffe in der Hand.

Bis dato keine Antwort mehr. Vermute, er steht unter der Reichsbrücke und wundert sich, dass ich nicht da bin. Peng!


Dienstag, 15. Februar 2011

Bin ich anstrengend?

Ehrlich gesagt, manchmal fühle ich mich in der Internetpartnerbörse ja schon verarscht. Da schreibt mich jemand an, den ich nicht unbedingt in die Kategorie Traumprinz einsortieren würde, erklärt mir in ellenlangen Mails ausführlich, warum ich toll bin und dann, krawumm: Abschied.
Abschied funktioniert bei Parship so, dass man, wenn man jemanden leid ist, ohne weitere Erklärung auf einen Button drückt und tschüss. Man kann niemals wieder Kontakt aufnehmen. Arrivederci und aus. Das ist so ähnlich wie bis in alle Ewigkeit das letzte Wort haben. Ich verwende diese Funktion ausschließlich sofort, wenn mich wer anschreibt und ich weiß gleich, dass das nicht passt. Jemanden auf diese Weise zu verabschieden, mit dem ich mehrere Nachrichten getauscht oder den ich gar getroffen habe, fände ich enorm unhöflich. Aber jetzt, nach dem vierten Mal, stelle ich fest, dass Männern die Bedeutung des Wortes un-höf-lich scheinbar nicht bewusst ist.
Da war zum Beispiel der Journalist, den ich getroffen habe. Ganz nett, aber optisch, wie soll ich es un-höf-lich sagen, ein eher wenig stattlicher Mann von geringer Ausstrahlung. Nach seinem bewundernswert ehrlichen Statement "Meine Freunde sagen, ich werde nie eine Frau finden, wenn ich immer so klammere" waren bei mir alle Fluchtinstinkte geweckt. Aber habe ich den Button gedrückt, um ihn schnellstmöglich in die Weiten des www zurückzuschicken wo er herkam? Nein. Er tat es. Mit einem mickrigen "Tut mir leid!" als Erklärung.
Dann der Internetkundenbetreuer, mit dem ich, ohne ihn zu kennen, gleich virtuell den ersten Streit hatte. Es ging um die Katze im Bett. Da war die Überraschung nicht groß, als er mich verbuttonisierte, aber trotzdem wünschte ich, un-höf-licherweise, ich wäre schneller gewesen.
Kurz darauf der Graphiker, dem ich vorsichtshalber gleich eine Liste mit all meinen schlechten Angewohnheiten schickte und der darauf beängstigend überschwänglich meinte, dass er am liebsten jetzt sofort bei mir wäre. Als ich, von so viel Nähebedürfnis überfordert, zwei Tage lang nicht antwortete, verabschiedete er sich gekränkt mit "Es lag wohl an meinem Foto. Keine Antwort ist auch eine Antwort." Un-höf-lich gesagt, ja, stimmt, das Foto war echt ziemlich langweilig.
Und jetzt, als Krönung, der Museumsregistrar mit den endlos langen Nachrichten, der, nach einem Blick hier in meinen Blog verängstigt fragte "Sag mal, bist du anstrengend oder kann man mit dir auch in Ruhe relaxen?" Tja, scheinbar bin ich zu anstrengend, denn er drückte das Knöpfchen überhaupt ohne weiteren Kommentar. Und das nach gefühlten eine Million Worten seinerseits, mit denen er versuchte, mich irgendwie für seine Welt passend zu schreiben, was, un-höf-lich gesagt, ohnehin zwecklos wäre. Allein die Vorstellung von gemeinsamen Relaxstunden verursacht mir Magenbeschwerden. Wenn ich relaxen will, kann ich das viel besser mit der Katze und einem guten Buch. Oder im Dampfbad. Mit einem Mann will ich etwas erleben, der muss mich fordern und ich muss ihn bewundern können.
Aber gut, man lernt ja aus allem im Leben etwas, nicht wahr? Wie schrieb Joseph Joubert so schön? "Höflichkeit ist die Blüte der Menschlichkeit. Wer nicht höflich genug ist, ist auch nicht menschlich genug." Ein kluger Mann, von dem sich seine modernen Geschlechtsgenossen eine Scheibe abschneiden könnten.


Das große Goldprinz Gewinnspiel!


Es ist so weit. Hiermit startet das große Gewinnspiel anlässlich des Erscheinungsdatums von Goldprinz. Ich bin schon sehr aufgeregt. Olivia auch. Es gibt nämlich Hinweise, wo sich Adrian aufhält. Aber auf ihre Annonce gab es bisher keine verwertbare Antwort. Könnt ihr ihr helfen? Falls es jemandem gelingt, gibt es einen ganz besonderen Preis zu gewinnen. Außerdem gibt es die allererste Leseprobe und dreizehn tolle Preise. Das alles auf Olivias Seite. Ich freu mich auf eure Teilnahme! :-)


Samstag, 12. Februar 2011

Stöckchen!

Meine liebe Kollegin Ursula Poznanski hat mir ein Stöckchen zugeworfen. Nein, ich habe nicht plötzlich angefangen zu bellen oder Gegenstände zu apportieren, trotzdem antworte ich gerne auf die angehängten Bücherfragen.

Gebunden oder Taschenbuch?

Aus optischen und haptischen Gründen sicher gebundene Bücher. Lieblingsbücher von Lieblingsautoren muss ich auch irgendwann gebunden haben, weil mehrfaches lesen keinem Taschenbuch gut tut. Und Neuerscheinungen, auf die ich nicht warten kann, ebenfalls. Aber wegen Platz, Preis und Urlaubstauglichkeit kaufe ich schon großteils Taschenbücher.

Amazon oder Buchhandel?

Wenn ich weiß, was ich will, sehr viel Amazon. Ich bekomme einfach gerne Post, freu mich wie ein kleines Mädchen über Pakete, es geht schnell und unkompliziert, was will man mehr. Buchhandlungen sind für mich dagegen ein Stückchen Schlaraffenland. Dort gustiere ich nach Herzenslust und kaufe ein so viel ich tragen kann. Meist Bauchentscheidungen, weil mich ein Cover oder ein Klappentext anspricht. In meiner Stammbuchhandlung bestelle ich dann aber auch mal was, weil ich es wichtig finde, kleinere Buchhandlungen zu unterstützen. Von allem etwas, wäre die Antwort.

Lesezeichen oder Eselsohr?

Definitiv Lesezeichen, wobei ich flexibel bin. Alles kann zum Lesezeichen werden, der Kuli, der Einkaufszettel, das Rezept. Richtige Lesezeichen finde ich toll, verstaue sie freudig im Nachtkästchen oder im Bücherregal, habe sie aber garantiert nie zur Hand wenn ich sie bräuchte.

Ordnen nach Autor, Titel oder ungeordnet?

In der Masse herrscht Anarchie, da teile ich höchstens in gelesen und ungelesen. Aber ich habe so bestimmte Regale für die Lieblinge. Das Harry Potter Regal. Das Herr der Ringe Regal. Das Stephen King Regal. Das liebe KollegInnen Regal. Und so weiter.

Behalten, wegwerfen oder verkaufen?

WegWAS??? Werfen? Nie im Leben. Verkaufen ist mir viel zu mühsam, außerdem weiß man ja dann nicht, in was für Hände die Bücher geraten. Verschenken selten und eigentlich eh immer behalten. Ich sammle wenig, Briefmarken, Münzen, lässt mich alles kalt. Aber Bücher gehören zu mir wenn ich sie mal habe. Bücher stehen einfach für Daheim und Wohlbefinden.

Schutzumschlag behalten oder wegwerfen?

Hä? Wieso denn schon wieder wegdingsen? Der gehört dazu! Das ist nicht wie die Verpackung von Toastschinken!

Mit Schutzumschlag lesen oder ohne?

Meistens mit, außer bei dicken Büchern, wo ich weiß, er könnte über die Tage leiden, dann schone ich ihn manchmal. Speziell seit einer traumatischen Erfahrung, bei der ein heiß geliebter letzter Harry Potter, um Mitternacht im British Bookshop errungen, und eine böse, böse undichte Colaflasche beteiligt waren.

Kurzgeschichte oder Roman?

Ich bin keine große Kurzgeschichtenleserin. War ich nie. Selbst beim heiligen Stephen King kenne ich sie nur zum Teil. Ich tauche einfach gerne ein in Geschichten und Welten, da sind mir ein paar Seiten zu wenig.

Aufhören, wenn man müde ist oder wenn das Kapitel zu Ende ist?

Normalerweise am Kapitelende. Aber hin und wieder auch mittendrin, wenn ich unterbrochen werde oder die Augen zufallen.

„Die Nacht war dunkel und stürmisch“ oder „Es war einmal“?

Könnte ich nicht sagen. Mal dies mal jenes.

Kaufen oder leihen?

Nur noch kaufen. Ich bin sehr schlecht im einhalten von Fristen oder im Zurückgeben von geliehenen Dingen. Das sage ich auch immer Freunden, die mir Bücher aufdrängen. Erstens ist mein SUB riesig, zweitens vergesse ich garantiert darauf und drittens mag ich Bücher auch behalten dürfen.

Neu oder gebraucht?

Neue Bücher riechen gut. Oder ganz, ganz alte. Aber so zweite Hand, das mag ich weniger, ich weiß auch nicht warum. Das ist bei fast allem so. Nur die Bücher meiner Oma, die habe ich aufgehoben. die riechen immer noch ein wenig nach ihren Zigaretten und ihrem Parfüm. Ja, wirklich! Außerdem gibt es da Schokoflecken, Sauceflecken und Fettflecken. Das ist traurig, aber auch mit schönen Erinnerungen verbunden. Meine Oma hat Bücher geliebt.

Kaufentscheidung: Bestsellerliste, Rezension, Empfehlung oder Stöbern?

Früher habe ich nur gestöbert. Heute lese ich viel in Bücherforen nach oder lasse mir etwas Empfehlen. Am liebsten von Kossi.

Geschlossenes Ende oder Cliffhanger?

Von mir aus alle Cliffhanger der Welt, ich kaufe mir die Bücher dann halt erst nach dem letzten. Das System ist ganz gut. Dann hat man ganz viel Zeit zum eintauchen und am Ende trotzdem ein richtiges Ende. Harry Potter war die große Ausnahme, da ging warten nicht. Aber sonst geht das ganz gut, auch wenn man halt bei manchem Hype nicht Up to Date ist, siehe Panem, Edelsteine oder Splitterherzen. Aber ich les das dann alles lieber am Stück, das ist befriedigender.

Morgens, mittags oder nachts lesen?

Wenn ich Zeit habe. Und lieber dann gleich mehrere Stunden als nur jeden Tag ein bisschen. Ich fresse Bücher. Ich mag es weniger, sie nur in Häppchen zu konsumieren.

Einzelband oder Serie?

Siehe oben. Wenn Serie dann erst am Ende. So handhabe ich das auch bei Fernsehserien. Ich mag es, je älter ich werde, nicht mehr, auf etwas zu warten. Allein der Gedanke, mir könnte was passieren, ehe ich das Ende erfahren habe! :-O

Lieblingsserie?

Harry Potter natürlich. Gefolgt von den Lynley Krimis von Elizabeth George.

Lieblingsbuch, von dem noch nie jemand gehört hat?

Niemand wäre übertrieben. Aber ich schwärme sehr für meine Japaner. Trotz dieses schlechten Horrorstreifens, den Hollywood draus gemacht hat, ist Suzukis "Ring" Trilogie zu Unrecht wenig bekannt. Ein Meilenstein! Und bei jeder Gelegenheit betone ich, wie grandios Haruki Murakami und Banana Yoshimioto sind. "Kitchen" von Yoshimoto ist wahrscheinlich das Buch, das hier am ehesten zu nennen werde, obwohl auch das keineswegs unbekannt ist.

Lieblingsbuch, das du letztes Jahr gelesen hast?

Ha! Das ist leicht. Das Buch der Stöckchenwerferin natürlich, "Erebos" :-)

Welches Buch liest du gegenwärtig?

Ich bin gerade in der Thrillerphase. Im Moment lese ich "Kalte Asche", danach kommt dann "Des Todes Dunkler Bruder" dran.

Absolutes Lieblingsbuch aller Zeiten?

Immer noch und für alle Zeiten "Es". Aber Harry Potter und Herr der Ringe stehen fast ebenbürtig daneben.

Lieblingsautoren?

King, Tolkien, Rowling, Shakespeare, Süskind, George, Murakami, Yoshimoto, Harris, Fielding, *holtluft*, Glattauer, Fitzek, Ende, Moers, Hesse, Hackl und so weiter.

Ich werfe das Stöckchen weiter zu Kollegin Petra A. Bauer und ihrem Autorenblog.


Dienstag, 1. Februar 2011

Wos no bleibt...

...

„Das ist toll“, sagte mein Mund, der sich seinen gewohnten Sarkasmus krampfhaft verbiss, „es muss schön sein, verstanden zu werden.“

„Ja das ist es. Du wirst es auch einmal erleben. Bestimmt.“

Bestimmt.

Er küsste mich zum Abschied auf beide Wangen und wünschte mir alles Gute.

„Ich mache mir Sorgen um dich.“

Ich zuckte mit den Schultern.

„Du wirst stark sein, oder?“

Ich nickte schwach. Erleichtert drehte er sich um und ging.

Kaum war er um die Ecke gebogen, schaute ich der Welt zu, wie sie mit Lärm und Gepolter in sich zusammenstürzte. Scherben auflesen, das war mein Leben, eine Erkenntnis, zu der ich lieber nicht gekommen wäre. Einen Brautstrauß fangen. Einen Mann verstehen. Einen Ring am Ringfinger tragen. Alles Dinge, die mir wohl nicht bestimmt waren. Ich war eben ein Einzelkind.

(Hexendreimaldrei)




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