In letzter Zeit habe ich viel über das Thema Freundschaft nachgedacht. Wer mich kennt, der weiß, wie wichtig mir meine Freunde sind und welchen Raum sie in meinem Leben einnehmen. Freundschaft ist auf jeden Fall ein Geben und Nehmen, und nur wenn sich beides die Waage hält, kann die Freundschaft dauern. Aber ich gehe noch einen Schritt weiter und berufe mich dabei auf den großen Poeten Peter Cornelius. Auch bequem und unbequem muss sich die Waage halten. Sich wohlfühlen mit jemandem, aber auch am Schlafittchen gepackt werden, wenn man in die falsche Richtung rennt. Das zeichnet für mich die Freunde aus, die ich mit auf meine Arche nehmen würde, wenn es hieße, dass es bis zum Ende die oder keine sein werden. Das sind Menschen, mit denen ich genauso gerne lache wie weine, die mich genauso konsequent loben und schimpfen, die mir Stücke ihres Herzens genauso gerne anvertrauen wie ich ihnen welche von meinem. Nach denen ich oft solche Sehnsucht habe, dass mir das Herz wehtut und deren Geschichten ich auch zum zehnten Mal noch gerne höre. Die mich nicht ständig in meiner Meinung bestätigen, sondern eine eigene haben. Von denen ich mir als bekennende Eigenbrötlerin und Eigenständige ohne zu zögern helfen lasse, was viel mehr Überwindung kostet als selbst zu helfen.
Ich habe festgestellt, dass es ausschließlich die Menschen sind, die ich bereit bin, mit mir zu belasten, die unterm Strich die sind, deren Freundschaft mir am meisten bedeutet.
In diesem Sinne: Ihr, die ihr euch angesprochen fühlt, ja, euch meine ich! Wen sonst? :-)

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