Donnerstag, 27. Dezember 2012

Vergeblich

(c) Kalwellis
Ich weiß du
Wartest
Er streckt sich
Noch nicht
Verschläft den
Winter
Zerträumt die
Tränen
Und löscht das
Morgen.

Er lebt noch
Modert
Verfettet
Träge
Im Licht des
Feuers
Er regt sich
Nimmer
Und futtert
Stumpfsinn.

Vergeblich
Hoffst du
Selbst wenn er
Wachte
Erläg er
Höchstens
Dem Trug der
Schönheit
In deiner
Seele.

So ging der
Stolz doch
Stolzierend
Unter.


Montag, 24. Dezember 2012

Tandem - Woche 12 Weihnachtsspecial

Tandem der Woche ist ein gemeinsames Projekt von Elsoron und mir. Montag ist Tandem-Tag, jede Woche gibt es ein Fundstück zu entdecken, sei es ein Bild, ein Zitat, ein Video oder ein Song, zu dem wir unabhängig voneinander jeder einen kurzen Text schreiben werden.
Ich wünsche allen Lesern dieses Blogs ein frohes, gemütliches und verwünschtes Weihnachtsfest! :-)


Gedicht vom Wunschelf

Ich mach mich aus dem Staub, Herr Santa,
Genug von Met, ich will jetzt Fanta!
Und Gummibären aus der Tüte
Statt grässlich grüne Elfenhüte.

Tagein, tagaus nur Wunscherfüllung
Und Kinderzimmerramschvermüllung!
Ich hätt viel lieber Fielmannbrillen,
Dann ging es mal nach meinem Willen.

Ich kaufte eine richtig fette,
Mit dickem Rand und Etikette.
Und könnt ein Nerd im Fernseh'n sein,
Schlag Raab und Jauch, mach Bohlen klein.

He, Santa, sag mal, hörst du zu?
Ich red mit dir, du Dicker, du.
Nein, wart, hier kannst du dich nicht setzen.
Pass auf, verdammt, wirst mich ver…


Donnerstag, 20. Dezember 2012

Mein Facebook-Jahr...

Und noch ein Rückblick der etwas anderen Art...




Mittwoch, 19. Dezember 2012

Jahresrückblick für Insider!

Zwölf Fragen für zwölf Monate. Ein sehr persönlicher Rückblick in Gedanken.

- An welchen Traum erinnere ich mich? 

Flugzeugabsturz. Ich war im Garten meines Elternhauses, habe die Katzen gesucht, plötzlich war da dieses Flugzeug. Es stürzte steil runter, zog dann noch mal in die Höhe und stürzte dann ab. Nur wenige Gärten weiter. Ich packte die Katzen und lief Richtung Haus, während Trümmerteile herumflogen.
Das war's. Es ist kein seltener Traum. Zumindest begegnet mir das Motiv des (beobachteten) Flugzeugabsturzes immer wieder. Selten bin ich auch mal im Flugzeug, häufiger ist es der Schock der Beobachtung. Ich erinnere mich an diesen Traum, weil er mit einem anderen häufigen Motiv meiner Träume kombiniert war, dem geheimen Zimmer/Haus/Dachboden.
Oft fühlt es sich im Traum so an, als ob ich mich plötzlich an einen Ort erinnere, manchmal ist es ein Haus, manchmal einfach ein Dachboden, den ich dann aufsuche und der sich wie Zuhause anfühlt, obwohl es ihn nicht gibt. Vor dem Flugzeugabsturz in Nachbars Garten habe ich die Katzen im Haus gesucht und dabei am Dachboden die Entdeckung gemacht, dass mein Vater sich dort einen Wohnraum ausgebaut hat. Der kam mir fremd und vertraut zugleich vor.
Vieles an diesem Traum ist mir noch total präsent vor Augen, als wär ich grade draus aufgewacht.

- Wer oder was hat mich wirklich überrascht?

Der Zusammenhalt und die Hilfsbereitschaft unter Autoren. Einem Aufruf, signierte Bücher für einen guten Zweck zur Verfügung zu stellen, sind so viele KollegInnen nachgekommen, dass ich mit einem Stapel von über hundert Büchern in die Veranstaltung gehe! Es ist unglaublich und sehr berührend!

- Welche Person habe ich enttäuscht?

Den einen, den ich nie enttäuschen wollte.

- Welcher Streit ist gut ausgegangen?

Der, der vor sieben Jahren durch Keksbrösel im Bett, ein verlorenes Parkticket und ähnlich unwichtige Dinge so langes Schweigen ausgelöst hat. Was hab ich meine blöden Aussagen bereut. Und wie sehr hab ich mich nach Verzeihung gesehnt. 

- Welchen Wunsch habe ich mir erfüllt?

Leogang. :-)


- Welchem Vorsatz bin ich treu geblieben?

Keinem. Wie immer. Scheiß Vorsätze.

- Welche neuen Freunde habe ich gewonnen?

Steffi auf jeden Fall, die den Kreis erst vollständig gemacht hat und die super Muffins bäckt. :-) Mit Wunschkerzen drauf. Es gibt Tage, da ist das Wissen, Victoria, Mascha, Gabi, Steffi und Thomas in meinem Leben zu haben der eine schöne Gedanke, der mich fliegen lässt.
Dann auch Iris. Die älteste Freundin, neu gewonnen. Das beste Gefühl auf der Welt.
Und Stephan, Nina und Saskia, ich kenn euch noch viel zu wenig, aber ich freue mich aufs bessere Kennenlernen!
Das gilt auch für Rici und Kerstin. Zwei Frauen, die ich enorm bewundere, die aber zugleich so herrlich weich und umarmbar sind, dass es guttut, sie zu kennen.

- Was war mein glücklichster Tag?


Das war ein Nachmittag im Hamburger Tierpark Hagenbeck. Da habe ich mich zum ersten Mal seit 30 Jahren wieder vollständig gefühlt. Es ist ein wunderschönes, zerbrechliches, herzensschönes Ding, so ein Zu-Jemandem-Gehör-Gefühl. Man trägt es mit sich herum und wenn man nicht freigiebig genug damit umgeht, bleibt es im Zellophanbeutel wie die Äpfel und Karotten für die Elefanten. Man verliert sein Herz an das eine Muntjak, das einem vertraut und sieht das Leuchten in den Augen eines wundervollen Menschen, wenn die Raubkatzen sich paaren. Frühling. Paarungszeit. Liebeszeit. Und Glück. Ja, das war der beste Tag von allen.

- Was war mein traurigster Moment?

Da gab es mehrere. Ein Nachmittag und Abend im Mai hier in meiner Wohnung, als die Welt von zwei wichtigen Freunden kurzzeitig zusammenstürzte und ich nichts tun konnte. Und dann ein Morgen Ende November, als ... Ich mag immer noch nicht drüber nachdenken. Verlieren. Das ist das Schlimmste. Nicht mehr gut machen können. Zerbrochenes.

- Was war mein größter Erfolg?

Naschmarkt. Dieses Buch und ich hatten keine einfache Entstehungsgeschichte. Wir haben viel miteinander gerungen. Aber als es dann fertig war, in die Welt hinaus durfte und Menschen überzeugt hat, war ich stolz drauf. Eben weil es eine schwere Geburt war.

- Was war meine bitterste Niederlage?

Die Verramschung vom Jagdzeit. Ich versuche ja, mir nicht groß was einzubilden auf meine Bücher, aber wenn es eines gibt, auf das ich wirklich stolz war und das ich wirklich mit Herzblut und Freude geschrieben habe, dann war das Jagdzeit. Es war ein Flop, der mir schwergefallen ist, zu begreifen, weil ich weiß, dass es ein gutes Buch ist. Eines, das mehr verdient hätte. Eines, an dem ich extrem hänge.

- Welcher Abschied fiel mir schwer?

Der Abschied vom Kinderopernzelt nach über 12 Jahren. Der Ort und die Kollegen da waren Teil eines Lebensabschnitts, und wie ich es schon befürchtet habe, war der dann auch tatsächlich zu Ende. Kein Kontakt mehr zu so vielen Menschen, die mich ein Jahrzehnt begleitet haben. So etwas hinterlässt immer eine Lücke, die nichts füllen kann. Und wenn du das liest, ja, du, dann sag mir, warum das so sein muss. Was ist mit der Freundschaft und wo ist deine Krone hin?


Mittwoch, 12. Dezember 2012

Smaugs Atem

©Terry A Ernest
Wintermorgen
Schnee vorm Eingang.
Eisglatte Straße
Gleitet fort und fort,
Beginnt nicht mehr
An meiner Tür.
Endet wasweißichwo.

Weiterkehren
Schnee vom Randstein
Folge der Straße
Gleite fort und fort,
Ich find nicht mehr
Zu meiner Tür.
Ende wasweißichwo.

Wo kommst du her?
Fragt der Drache.
Pustet Feuer in den Schnee.
Von irgendwo.
Und wo willst du hin?
Zum Ende der Straße.

Er überlegt.
Nicht sehr lange.
Pustet den Asphalt davon.
Da bist du schon.
Das Ende ist stets
Nur eine Entscheidung.

Wintermorgen
Traumerwachen.
Schließe die Augen
Gleite fort und fort
In deinen Arm
An meinem Herz.
Ende jetztweißichwo.


Sonntag, 9. Dezember 2012

Königskraut

Alles Ende
Ist ein Anfang
Und in Königshänden
Liegt das Athelas.
Streu es in die Wunden,
Lass mich bluten
Und verheilen
Mit der Zeit
Bis deine Worte
Mir mich wiedergeben.

Und in Königshänden
Liegt mein Herz.


Lord of the Rings - Triple Feature

Endlich. 34 Jahre habe ich alt werden müssen, um herauszufinden, was die eine Sache ist, die ich wirklich gut kann: 12,5h Marathon-Herr-der-Ringe-Schauen im Kino ohne die geringsten Anzeichen von Ermüdungserscheinungen. Im Gegenteil. Rotraut und ich waren uns einig: Wir könnten sofort wieder von vorne. Ein Gefühl, das ich bisher nur nach der letzten Seite eines Lieblingsbuches, einer Vorstellung von Les Misérables und gutem Sex hatte. ;-)
Milde lächelnd über die Zwischenklogeher, Erschöpftrumzappler und Emotionaloverkillkicherer bin ich für 750 herrliche Minuten in meine ewige Lieblingsgeschichte eingetaucht. Habe um Boromir geweint, um Theoden und ein bisschen auch um Gollum. Habe wie immer mit Eowyn Aragorn geliebt, mit Sam Frodo und am Ende den König, den König, den König. Und auch wie jedes Mal, wenn Sam auf dem Schicksalsberg sagt, dass er ihn nicht für Frodo tragen kann, aber dass er Frodo tragen kann und dieser kleine, gigantische, großartige, herzzerreißende Hobbit sich Schritt für Schritt hinaufquält, denke ich: Das ist der Held der Geschichte, der heimliche, der für die Herzen.
Ich glaube, nur wenn man den Epos tatsächlich am Stück in der Extended Version genießt, kann man erahnen, was Peter Jackson gelungen ist. Wer hätte vorher für möglich gehalten, dass dieses Buch verfilmbar ist? Und selbst die ewig nörgelnden Puristen müssen zugeben, es hätte besser nicht geschehen können. Jede Darstellung ist direkt Tolkiens Gedanken entstiegen, Höchstleistungen in allen Bereichen. 
Eine Gänsehaut hat man, immer wieder, zwischendrin, so stark spürt man den Kult und die Liebe in jeder Sequenz. Irgendwann, in 40, 50 Jahren, so ich es erleben darf, werde ich immer noch unter Tränen lächelnd aus Mittelerde davonsegeln, nur um wieder und wieder heimzukommen.



Montag, 3. Dezember 2012

Tandem - Woche 11

Tandem der Woche ist ein gemeinsames Projekt von Elsoron und mir. Montag ist Tandem-Tag, jede Woche gibt es ein Fundstück zu entdecken, sei es ein Bild, ein Zitat, ein Video oder ein Song, zu dem wir unabhängig voneinander jeder einen kurzen Text schreiben werden.

(c) Claudia Toman 2012
Platon

Nur Reflektionen
An der Wand
Gleichnis,
Tand.

Ich
Und du
Hand in Hand,
Im Rücken Feuer,
Ist dann die Liebe
An der Wand
Gleichnis,
Tand?

Frag
Platon
Nach dem Weg
Hoch zum Höhlenrand.

Hier geht es zu Elsorons Blog. Der Pfad führt durch den Wald.


Donnerstag, 29. November 2012

liegen bleiben

liegen bleiben

fliegen, liegen, anliegen.
anbiegen
träumen, räumen, verräumen.
versäumen.
wecken, ecken, anecken.
anstecken.
treiben, reiben, zerreiben.
zerreißen.
weinen, einen, vereinen.
versteinern.





Montag, 12. November 2012

Tandem - Woche 10

Tandem der Woche ist ein gemeinsames Projekt von Elsoron und mir. Montag ist Tandem-Tag, jede Woche gibt es ein Fundstück zu entdecken, sei es ein Bild, ein Zitat, ein Video oder ein Song, zu dem wir unabhängig voneinander jeder einen kurzen Text schreiben werden.


November


Dunkelheit.
Dein Kopf in deinem
Nein vergraben.
Graben.
Grab.
Nur der Cursor blinkt
Einen Herzschlag lang.
Endgültig.
Ende.
Gültig.
Mein Blut aus meinem
Kopf verschwunden.
Wunden.
Wund.
Zünd das Feuer an
Es schlägt noch Funken.
Morgenrot.
Morgen.
Rot.
Mein Kopf hält sich die
Risse offen
Hoffen.
Hoff.


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Dienstag, 6. November 2012

Sprünge (für Philipp)



Du mein 
Herz dein
Ich dich
Auch er
Füllt mich
Mit uns
Innig
Glück!

(für Phil
Lieb)


Montag, 5. November 2012

Tandem - Woche 9

Tandem der Woche ist ein gemeinsames Projekt von Elsoron und mir. Montag ist Tandem-Tag, jede Woche gibt es ein Fundstück zu entdecken, sei es ein Bild, ein Zitat, ein Video oder ein Song, zu dem wir unabhängig voneinander jeder einen kurzen Text schreiben werden.


Falschfahrer

Immer enger.
Die Straße schließt die Lücke
Die ich mir erdacht habe.
Tief gräbt sich mein Rad
In den Sand der Zeit.
Die Kurve kriegt mich.
Schleudernd träume ich
Vom Spurwechsel
Und bin doch nur
Der Geisterfahrer im Wendekreis.

Hol mich zu dir
In die schiefe Bahn.
An deiner Seite
Gelingt das Manöver.


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Sonntag, 4. November 2012

Allerseelen

Strand. Herbst. Ein Nachmittag.
Ich gehe Bögen
Weiche dem Wasser aus
Dabei ist es der Sand
Weißfließend unter den Füßen
Der mich fortschwemmt
Und ertränkt.

Stadt. Herbst. Ein Vormittag.
Ich laufe ziellos
Weiche den Menschen aus
Dabei ist es das Herz
Rotschmelzend in meinem Innern
Das mich wundbrennt
Und verletzt.

Fort. Herbst. Zeit unbestimmt.
Ich liege ruhig
Weiche dem Leben aus
Dabei ist es der Tod
Stillschleichend an meiner Türe
Der mich wachtanzt
Und erlöst.


Montag, 8. Oktober 2012

Tandem - Woche 8

Tandem der Woche ist ein gemeinsames Projekt von Elsoron und mir. Montag ist Tandem-Tag, jede Woche gibt es ein Fundstück zu entdecken, sei es ein Bild, ein Zitat, ein Video oder ein Song, zu dem wir unabhängig voneinander jeder einen kurzen Text schreiben werden.

(c) Smileus

Schießmichtot

Irgendwann war alles gut
Sonne auf der Stirn
Gras im Schuh.
Blaue Flecken an den Ellenbogen
Und der Geschmack von Karamell
In meinem Mund.

Das war vor dem Älterwerden
Vor dem Regen
Vor der Dürre
Vor den Herzblauflecken
Und vorm Geschmack von Blut
In meinem Mund.

Schieß mich tot, Jäger.
Ich kämpfe nicht mehr.


Freitag, 5. Oktober 2012

In Nächten

Edward Hopper Night Windows, 1928


In Nächten
Sehe ich anderem Leben
Zum Fenster rein.
Ordne gedanklich
Fremde Zimmer
Alphabetisch
Und warte
Bis die andere Sehnsucht
Das Licht ausknipst.



Montag, 17. September 2012

Tandem - Woche 7

Tandem der Woche ist ein gemeinsames Projekt von Elsoron und mir. Montag ist Tandem-Tag, jede Woche gibt es ein Fundstück zu entdecken, sei es ein Bild, ein Zitat, ein Video oder ein Song, zu dem wir unabhängig voneinander jeder einen kurzen Text schreiben werden.

(c) Claudia Toman

Im Zoo

Du starrst mich an
Aus glühend totem Auge.
Der Abstand, den du wahrst,
Ist einer, der dich zwingt.
Die Gitter sperren dich weg.
Kein Ausbruch möglich
In meine Welt.

Ich sehe dich,
Gewaltig schlägt mein Herz dir.
Doch nur aus Mitleid, Mensch,
Denn keiner sitzt so fest.
Und lebenslang im Käfig.
Wie du, mein Bruder,
Der frei sich nennt.


Montag, 3. September 2012

Tandem - Woche 6

Tandem der Woche ist ein gemeinsames Projekt von Elsoron und mir. Montag ist Tandem-Tag, jede Woche gibt es ein Fundstück zu entdecken, sei es ein Bild, ein Zitat, ein Video oder ein Song, zu dem wir unabhängig voneinander jeder einen kurzen Text schreiben werden.


Die Taube

Als die Helden im Kampf fielen
Kurz bevor der Frieden nicht eintrat
Und sich stattdessen die Kriege vermehrten,
Saß eine Taube auf den bleichen Gebeinen
Und weigerte sich, das Feld zu räumen.

Ich habe Blut geleckt, sang sie
Angesichts der Schlachtgebirge
Und von heute an bin ich kein Zeichen mehr.
Findet neue Symbole, Menschenschläger,
Ich stecke den Schnabel tief in euer Fleisch.

Man fand die Taube neben dem Bein
Ihr Federkleid war schmutzbefleckt
Und ihre Flügel, beide, waren gebrochen.
So endete die Sache mit dem weißen Frieden,
Zurück blieb nichts als marmorbleicher Tod.


Montag, 27. August 2012

Tandem - Woche 5

Tandem der Woche ist ein gemeinsames Projekt von Elsoron und mir. Montag ist Tandem-Tag, jede Woche gibt es ein Fundstück zu entdecken, sei es ein Bild, ein Zitat, ein Video oder ein Song, zu dem wir unabhängig voneinander jeder einen kurzen Text schreiben werden.



Phantasie

Unumwinde dich,
Steig aus Gewesenem
Und blick nach oben
Himmelwolkenwärts.

Zerentwurzle dich,
Streck dich nach Kommendem
Und stiehl die Funken
Sonnenmorgenwärts.

Ich folge dir sobald ich kann.


Donnerstag, 23. August 2012

Verschränkt

(c) Claudia Toman 2012

In deiner Hand
Liegt Nimmallein
Ein Königsland
Und Shintoschrein
Da wächst mein Glück
Im Mondenschein
Es bleibt zurück
Das Herzleidsein
Auf eins, zwei, vier
Pack ich mich ein
Verschränk mich dir
Zum Beidirsein.

(für Philipp)


Sonntag, 19. August 2012

Tandem - Woche 4

Tandem der Woche ist ein gemeinsames Projekt von Elsoron und mir. Sonntag ist Tandem-Tag, jede Woche gibt es ein Fundstück zu entdecken, sei es ein Bild, ein Zitat, ein Video oder ein Song, zu dem wir unabhängig voneinander jeder einen kurzen Text schreiben werden.

(c) Philipp Bobrowski

Stummer Zeuge

Zwölf Matrosen auf einem Schiff,
Ho! Ho! Ho! – und der Hund bellt nicht.
Sie fuhren fünf Tage, das Klo war schief,
Ho! Ho! Ho! – und der Hund bellt nicht.
Sie liebten die Dose mit ausreichend Volt.
Ho! Ho! Ho! – und der Hund bellt nicht.
Bis einst alle zwölfe der Werwolf holt,
Ho! Ho! Ho! – und der Hund bellt nicht.

(frei nach Michael Ende)


Sonntag, 12. August 2012

Tandem - Wiederaufnahme

Tandem der Woche ist ein gemeinsames Projekt von Elsoron und mir. Sonntag ist Tandem-Tag, jede Woche gibt es ein Fundstück zu entdecken, sei es ein Bild, ein Zitat, ein Video oder ein Song, zu dem wir unabhängig voneinander jeder einen kurzen Text schreiben werden.


                                               
Wanderer

Staub
Von deinen Schuhen
Deinem Mantel
Zuckert die Straße
Die in Serpentinen
Sommerwandert.

Sehnsüchtig
Folge ich deinen Spuren
Deinem Schatten
Verliere die Straße
Als die staubigen Serpentinen
Winterwerden.

Zugedeckt
Die Berge und Täler
Zugedeckt
Dein lichtgespicktes Haar
Zugedeckt
Meine tagblinden Augen.

Sie sehen durch den Staub
Dein Herz.


Samstag, 11. August 2012

Falling Slowly



I don't know you
But I want you
All the more for that
Words fall through me
And always fool me
And I can't react
And games that never amount
To more than they're meant
Will play themselves out

Take this sinking boat and point it home
We've still got time
Raise your hopeful voice you have a choice
You'll make it now

Falling slowly, eyes that know me
And I can't go back
Moods that take me and erase me
And I'm painted black
You have suffered enough
And warred with yourself
It's time that you won

Take this sinking boat and point it home
We've still got time
Raise your hopeful voice you have a choice

You've made it now
Falling slowly sing your melody
I'll sing it loud

(c) Glen Hansard/Marketa Irglova


Freitag, 20. Juli 2012

Ursula Poznanski - Fünf



Ihr wisst alles und findet nichts!

Ursula Poznanski ist meine Heldin! Nachdem sie mit "Erebos" und "Seaculum" zwei wunderbare Jugendthriller geschrieben hat, ist "Fünf" nun ihr Debüt im Erwachsenengenre. Und was für eines! Ich habe im Vorfeld Stimmen gehört, die meinten "nach Erebos und Saeculum ist man ein wenig enttäuscht" oder "ich hätte es besser erwartet", Stimmen, bei denen ich mich frage: Besser? Wie?

Beatrice Kaspary und ihr Kollege Florin Wenninger ermitteln in einem Mordfall. Eine Frau, die mit gefesselten Händen von einem Felsvorsprung gestoßen wurde. Auf ihren Fußsohlen: Tätowierte Zahlen. Bald finden sie sich mitten im gefinkelten Spiel eines Mörders, der sie mit GPS-Geräten auf Fährten schickt, um grausame Fundstücke - sogenannte Caches - zu suchen. Geocaching in seiner grausamsten Variante. Doch wer steckt dahinter und welchen Zusammenhang gibt es? Immer tiefer wird Beatrice selbst in das Spiel hineingezogen. Nur warum?

Ich habe viele Thriller gelesen und etwa neunzig Prozent derer, in denen es um einen Serienmörder geht, funktionieren nach Stickmuster zwei-glatt-zwei-verkehrt. Selbstverständlich psychologisch fundiert mittels Serienmörderfachliteratur. Ursula Poznanskis Roman ist der erste seit langem (seit Fitzeks Seelenbrecher und Dorns Trigger, würde ich mich fast zu sagen trauen), der gleichermaßen spannend, überraschend und trotzdem komplett nachvollziehbar ist. Eine so gute Tätermotivation habe ich selten gelesen und allein dafür gebührt der Autorin ein Orden für Verdienste um das Genre Psychothriller. Und der Weg zum Finale ist wirklich spannend. Ich weiß nicht, wie sie es jedes Mal macht. Nicht durch spektakuläre Cliffhanger, nicht durch rasant wechselnde Perspektiven (zum Großteil bleibt sie bei der Ermittlerin Beatrice Kaspary), aber nach und nach entsteht ein unwiderstehlicher Lesesog. Und das Genialste dabei: Etwa zur Hälfte des Romans war ich mir sicher, den Täter und sein Motiv zu kennen. Dann von meinem Irrtum völlig irritiert. Und am Ende, ja, am Ende folgt die große Überraschung. Allein mit diesem Schachzug hat der Thriller mich gewonnen (und mit Moon River, aber das ist eine andere Sache). Chapeau!

Aber um noch einen draufzusetzen (sonst wär sie wohl nicht Ursula Poznanski), das Tüpfelchen auf dem letzten i ihres Namens, den man sich bitte spätestens jetzt gefälligst buchstabierfähig zu merken hat, ist dieses Buch auch noch verdammt gut geschrieben. Geradlinig, klar, flüssig, durchdacht, mit guten Dialogen, Figuren, die Fleisch haben, die Typen sind, ohne zu Archetypen zu werden, die sämtlich lebendig wirken (na gut, bis sie eben tot sind) und nicht zwanghaft versuchen, ohne Klischees auszukommen. Ich mag das. Es sind echte Menschen, keine geplotteten.

Wenn man mir jetzt damit droht, mir wie einst Van Gogh ein Ohr abzusäbeln, wenn ich nicht etwas zu bekritteln finde, muss ich wohl damit beginnen, Sternennächte in Öl zu malen. Da gibt es nichts zu bekritteln! Liebe Frau Poznanski: TFTH!!!


Dienstag, 3. Juli 2012

Yo Ho (A Pirate's Life for Me)


In drei Tagen geht es endlich los! Die Crew der "Zeelandia" macht sich auf diversen Wegen auf zu einer abenteuerlichen Woche in den Gewässern der Niederlande. Mit an Bord: Zwölf Reisende, drei Tussitrolleys, eine Flasche amerikanischer Rum, zwei knackige Crewmitglieder, keine Heuschrecken, keine Kohlsprossen, Palatschinken im Bauch, Medizin gegen Seekrankheit und ein Inkognito-K&K Offizier. Captain Jacks Kompass suche ich noch, schließlich wollen wir Schätze heben und geheime Inseln entdecken. Zum Glück hab ich meinen wertvollsten Schatz mit dabei :-), folglich kann gar nichts schiefgehen. Ich verabschiede mich also bis Mitte Juli in den Sommerurlaub, wünsche allen schöne Ferien und singe...
"We're devils and black sheep, we're really bad eggs. Stand up me hearties, yo ho."


Donnerstag, 3. Mai 2012

Schreibexil

Jetzt ist es endlich so weit. Das langersehnte Schreibexil naht. Frei nach dem Writer's Getaway aus dem englischsprachigen Raum teilt sich eine Gruppe befreundeter Autoren für zwei Wochen ein altes Haus (gebaut wurde es 1692!) im Salzburger Land, mit vielen alten Kachelöfen, schön renovierte Apartments mit alten Holzböden und Holzwänden und einem herrlichen Garten mit Grill. Die erste halbe Woche verbringe ich mit Mascha, Tanja und Thomas, dann reisen Victoria, Steffi und Gabi an und natürlich mein über alles geliebter Philipp. Und am Wochenende ergänzt uns noch Pebo. Außerdem darf Madame Grisou LaBelle nicht fehlen, ohne die Musenkatze ist Inspiration nur schwer zu finden. 
Hauptzweck des Schreibexils ist es natürlich, zu schreiben. Auch eine Lesung für den örtlichen Literaturclub werden wir machen. Aber auch das gemeinsame Essen, Feiern, Kaffeetrinken, Unternehmen und die Möglichkeit, einfach immer einen Ansprechpartner zu haben, der weiß, was dieser Beruf bedeutet, das ist so ungefähr das Paradies. Ich bin unendlich dankbar, eine so grandiose Gruppe Menschen zu kennen, mit denen das Schreibexil möglich ist und freue mich unbeschreiblich auf unsere gemeinsame Zeit. Das Grillen, das Gokart-Fahren, das Spazierengehen, das Bogenschießen, das Badmintonspielen, die Horrorfilmnacht, das Weintrinken, den Absinth, die UFOs und die Milchstraße. Und natürlich auf Schreiballtag pur. :-)


Sonntag, 29. April 2012

The winner takes it all



Samstag, 28. April 2012

Ü30 und immer noch Pickel!


Kein Held um 3,99 Euro!

Eine Live-Biografie, was ist das denn? Mein lieber Kollege Stephan R. Bellem hat gerade eine solche als eBook veröffentlicht. Wie darf man sich das vorstellen? Wie einen Blog, nur käuflich zu erwerben? So ähnlich. Denn Ü30 ist ein Tagebuch. Gnadenlos ehrlich legt Stephan R. Bellem offen, was es abseits von den Rowlings, Browns und Meyers wirklich bedeutet, die Berufung Schreiben zum Beruf zu machen. Verbunden mit allem, was dazugehört. Schulden, Vorwürfe, Flops, Privatinsolvenz, Scham, Depression, Knieschmerzen, entfremdete Beziehung, Allergien. Und Pickel.

"30 und Strohwitwer. Mit Pickeln. Scheiße. Aber der Hund ist noch bei mir."

Wie lebt man von Hartz IV? Wie kommt man mit 2 Euro am Tag aus, wenn ein Hotdog auf der Buchmesse 3,50 kostet? Warum wird man nicht mal im Laden für Tabletop-Spiele angestellt? Wie fühlt sich eine Beschneidung mit 28 an? Und wie wenig verdient man als Schriftsteller wirklich an einem Buch? Gerade in Zeiten der Urheberrechtsdebatte ist das eine wichtige Sache, dass sich mal einer hinstellt und die Wahrheit sagt. 

"Ich glaube an Karma. Und an den Bellem-Fluch. Letzterer besagt, dass mir nichts Gutes ohne ein vergleichbar großes Übel widerfahren kann."

Und davon hatte Bellem in der ersten Hälfte des Ü30-Jahres wirklich eine Menge. Aber die Art, wie er den Leser daran teilhaben lässt, wie er mit verklärten Autorenmythen aufräumt und ungeschönt die Katastrophen seines Lebens offenlegt, diese Ehrlichkeit macht süchtig. Vielleicht ist es eine Spur Voyeurismus und ein guter Teil Identifikation. Mit Sicherheit aber ist es der grandiose Humor dahinter, die Selbstironie, die ihm nie ausgeht, egal wie grausam das Leben mit ihm umspringt. 

"Wer mich bis hierher für den Helden meiner Geschichte gehalten hat, der wird enttäuscht."

Das wiederkehrende Motiv des Textes ist dieses Bild vom Antihelden. Der schweigt, wenn anderen Unrecht getan wird. Der in der Schule bei den Mobbern war. Der richtig denkt, aber es nicht immer sagt. Wie leicht wäre es gewesen, sich in dieser Biografie zum Opfer zu machen und dadurch der Held der Herzen zu werden. Aber gerade das tut Stephan R. Bellem nicht. Er schont und schönt sich nicht. Darum besitzt sein Text Authentizität. Zu dieser Offenheit gehört Mut. Und mutig sind nur Helden. Also ist er am Ende doch der Held seiner Geschichte? Ich finde schon. Und ich warte gespannt auf die kostenlosen Updates, die es bis zum Ablauf dieses einunddreißigsten Lebensjahres geben wird.

"Und ich bin es mir selbst einfach schuldig, dass ich diesen Traum ein Jahr lang noch voll träume."

Denn als Leser ist man live dabei, was man morgen liest, das passiert gerade erst. Ein spannendes Konzept, ein höchst modernes und eines, das einem erlaubt, den Traum von der Selbständigkeit und Freiheit mitzuträumen. Als Voyeur, Reisebegleiter oder einfach nur neugieriger Leser. Und wer weiß, vielleicht kann man die Handlung ja sogar ein Stück weit beeinflussen. :-)

*****
Und wer nicht genug von ihm kriegt, in Stephan R. Bellems Abendblatt gibt es Hintergründe und weitere Abgründe nach Bedarf. ;-)


Freitag, 27. April 2012

Jack Gilbert: Rain


Suddenly this defeat. 
This rain. 
The blues gone gray 
And the browns gone gray 
And yellow 
A terrible amber. 
In the cold streets 
Your warm body. 
In whatever room 
Your warm body. 
Among all the people 
Your absence 
The people who are always 
Not you. 

I have been easy with trees 
Too long. 
Too familiar with mountains. 
Joy has been a habit. 
Now 
Suddenly 
This rain. 


Sonntag, 22. April 2012

And painted it red...

Ich habe mich zur Abwechslung wieder mal mit Photoshop beschäftigt und mich zwei alten Lieben gewidmet, Menschen und Farben. Die Konzentration auf schwarzweiß und rot habe ich schon vor Jahren gerne gemacht und sie gefällt mir immer noch. Ich habe mir drei Fotos ausgesucht, die erst kürzlich entstanden sind, ein Selbst-Halbporträt im Zug nach Leipzig, Philipp im Riesenrad und Jakob, Julias Sohn, beim Mittagessen im Tiergarten. Wichtig ist mir, nicht einfach nur das Rot zu betonen, sondern mit diesem Mittel etwas zu erzählen, sei es die Vorfreude im ersten Bild, die klassische Aussicht im zweiten und das Spielerische im dritten. Immer führt die Farbe dahin, wo der Fokus auch im unbearbeiteten Bild war, die Stelle, zu der das Auge gewandert ist. Die Farbe Rot ist nicht umsonst eine Lieblingsfarbe von mir. Sie setzt die markantesten Akzente. :-)



Inspiration für mich war wie so oft ein Musikstück, der hinreißende Song "Red" von Daniel Merriweather, "you took something perfect and painted it red". Ich habe ein Talent dafür, das Leben mit roter Farbe zu melancholisieren. Wann immer etwas perfekt ist, packe ich den Pinsel aus und tauche ihn tief ins Drama. Genau das erzählen diese Fotos für mich. Das Rot ist immer gegenwärtig.
An Porträts selbst interessiert mich der Ausdruck des Augenblicks, der starke Blick von innen heraus und einfach das Festhalten der Zehntelsekunde, die nie wiederkommt. Das "nach Innen" der freudigen Erwartung, das staunende "nach Außen" Richtung Welt oder der Griff Richtung Kamera. Perfektionismus ist hier ebenso wie beim Verfassen von Gedichten fehl am Platz. Es geht um die emotionale Betrachtung, ebenso wie in Merriweathers Song.


Samstag, 21. April 2012

Wunderwesen

Ich war im Haus des Meeres und habe mich verliebt!

Puppi ist ein "Findelkind", das einst als 10cm großes Jungtier von einer Dame aus Asien mitgenommen wurde, um es vor dem Fischmarkt zu retten und ohne eine Ahnung, was da größenmäßig auf sie als Pflegerin zukam! 1,5m Länge, über 100kg und ein wahres Methusalemalter von ca. 100 Jahren, damit hatte sie nicht gerechnet.  Puppi ist seit 1982 im Haus des Meeres und zählt zu den Baumotoren, denn alle Großbecken sind auch für Puppi errichtet worden.



So erzählt die Mutter von Frau Mag.a Dagmar Hafner Puppi’s Lebensgeschichte und wie sie ihr das Leben gerettet hat:

„Im Dezember 1976 verbrachten mein Mann und ich einen Tauchurlaub im Nord Malé-Atoll auf den Malediven. 
An einem tauchfreien Tag besuchten wir die Hauptinsel Malé und auch den dortigen Markt. Dort sah ich an einem Lebensmittelstand in einem großen Gurkenglas ca. 1 Dutzend frisch geschlüpfte Baby-Schildkröten schwimmen und fragte den Verkäufer, warum diese verkauft würden. Er rief begeistert " baby turtle good for breakfast, you fry like egg, delicious!!!" Erschreckt fragte ich nach dem Preis und er sagte "Only 1 Dollar, Miss, very very good!" Ich musste ganz einfach eines dieser kleinen Babys vor dem sicheren unmittelbaren Tod in der Pfanne retten und streckte 1 Dollarnote hin und bekam dafür ein strampelndes Baby im Plastiksäckchen. Mein Plan war ursprünglich, das Kleine vor meinem Bungalow im Meer freizulassen. Aber als wir wieder auf unserer Insel waren, kam einer der Hotelangestellten aus dem Meer und trug schwer an einer großen Schildkröte, die er gerade gefangen hatte und zeigte sie uns freudig und bedeutete uns, dass sie eine köstliche Mahlzeit für seine Familie darstelle und verschwand damit ins Inselinnere. Damit war mein Entschluss gefasst, "Puppi" würde nicht als Essen enden und mich nach Wien heimbegleiten. Sie machte die Flugreise in meiner Handtasche mit und wurde zu Hause in das kleinere 100 Liter Aquarium gesetzt, wo sie sich gleich sehr wohlfühlte. Wir hatten damals nicht zuletzt aufgrund unserer Tauchleidenschaft ca. 20 Jahre Erfahrung als Aquarianer und besaßen zwei 200 l Aquarien und ein 100 l Aquarium mit Salzwasserfischen. 

Sie fraß Salat und später griechische Sardinen, deren Haut und Gräten sie brauchte um ihren ständig sehr schnell wachsenden Panzer aufzubauen und hart zu erhalten. Herr Dr. Luttenberger, der damalige Direktor des Aquarienhauses Schönbrunn, der im selben Tauchclub war, stand mir mit guten Ratschlägen zur Seite, auch als Puppi eines Tages eine Lungenentzündung bekam und nur noch an der Wasseroberfläche schwimmen konnte. Mit Hühner-Antibiotika war sie bald wieder gesund und munter und hatte bald das 100 l Aquarium ausgewachsen, dann kam sie in eines der beiden 200 l Aquarien, wo sie nach kurzer Zeit ebenfalls Probleme beim Umdrehen an der Schmalseite bekam. Wir kauften ihr daher ein großes rundes, freistehendes Polyesterbecken, statteten es mit einem starken Power-Filter und Umwälzpumpe aus, sowie einer eingebauten Wärmepumpe, da sie sich an einem großen Heizstab, den wir vorher hatten, eine Verbrennung an einer Flosse zugezogen hatte. Sie war immer sehr zutraulich, kannte sämtliche Familienmitglieder am Schritt. Nur wenn Fremde ins Haus kamen, begann sie wie wild im Kreis zu schwimmen und spritzte dabei Salzwasser in die Gegend. Sie liebte es, wenn ich sie am Kinn und an der Stirn kraulte und streckte mir ihren Kopf entgegen, sobald ich mich dem Becken näherte.

Als sie noch kleiner war, nahmen wir sie mit nach Menorca. Ich bastelte ihr ein "Geschirr mit Leine" aus Stoffbändern und ging mit ihr im Meer schnorcheln. Noch Jahrzehnte später kannten mich dort alle Leute als "die Senora mit der Wasserschildkröte"! Sie wurde stetig grösser und auch immer schwerer, sodass die Beckenreinigung sehr schwierig wurde, da man sie dazu herausheben musste, was man kaum noch schaffte. Da wir auch planten in ein anderes Haus zu übersiedeln, begannen wir uns mit dem Gedanken zu befassen, dass wir uns wahrscheinlich von ihr trennen müssten. Es fiel uns allen sehr schwer, aber als ich im Haus des Meeres anfragte und eine begeisterte Antwort erhielt, brachten wir sie schließlich dorthin. Sie bekam gleich ein riesiges Aquarium und mir wurde erlaubt, sie wann immer ich wollte,  dort "hinter den Kulissen zu besuchen", wo ich ihr auch das Köpfchen kraulen konnte. Ich freue mich, dass es ihr so gut geht im Haus des Meeres und dass sie dort einer der Stars ist und dass sie mich wahrscheinlich überleben wird. Heute habe ich nur noch eine Auto-Nummerntafel mit "Save the turtles", denn mein Herz gehört nach wie vor den Meeresschildkröten.“ (Nachzulesen bei: Haus des Meeres)




Ist das nicht eine wundervolle Geschichte? Und Auge in Auge mit dem Wunderwesen, nur Zentimeter und eine Glasscheibe getrennt, spürt man auch etwas von Ewigkeit. Nie habe ich ein so liebenswürdig-elegantes Tier gesehen. Mein Herz gehört jetzt auch den Meeresschildkröten. Und Puppi. So hat mich übrigens meine Großtante als Kind immer genannt. Ich fühle mich verbunden. :-)


Montag, 9. April 2012

Ramin


Eine CD, auf die ich lang gewartet habe. Ramin Karimloos Debütalbum. Namens Ramin. Es scheint gerade in zu sein, dass Stars ihre CDs einfach so nennen wie sie vornamentlich heißen. Naja. Nachdem Ramin in den letzten zwei, drei Jahren zu so etwas wie dem Superstar des West End geworden ist, war es natürlich spannend, wie er seine erste Solo-CD gestalten wird. Dass es nichts mit seinen hinreißenden Folk-Ausflügen mit seiner Band SHEYTOONS zu tun haben wird, das war schnell klar. Zu meinem Leidwesen, zugegebenermaßen. Obwohl ich kein Folk-Fan bin, finde ich, dass das, was Ramin und Hadley aufgebaut haben, ganz was Besonderes ist. Und Hadley ist der bessere Songwriter von den beiden. :-)

1. Show me light: Hübsche Einstiegsnummer. Stiehlt Coming Home nicht die Show, führt aber Ramins Stimme schön ein und hat einen sofortigen Mitsing-Effekt. Nicht mehr, nicht weniger. Note 3.
2. Coming Home: Die Single. Ich muss sagen, ich mag es lieber, je öfter ich es höre. Die Zeile "in some other world you think you've lost me" ist genial, catchy und berührt. Ein Lied über Liebe, die hält. das ist schön. Und sehr klug gemacht. Note 2+.
3. Music of the Night: Wunderbar zarte Version mit sehr markanter Gitarrenbegleitung. Passt zu Ramin. I like. Darüber, wie hinreißend er diese seine ultimative Webber-Arie singt und wie sie direkt unter die Haut geht und sich dort festsetzt, muss man kaum noch was sagen. Hier ist es eben eine große Popballade geworden. Aber in a good way. "You alone can make my song take flight!" Note 1
4. Broken Home: Reißt mich jetzt nicht vom Hocker. Klassische Popnummer zum Thema "ich bin verliebt, es geht schief und ich kann an nichts anderes denken". Fröhlicher Mitwipprefrain zu einem eigentlich traurigen Text. Nett. Note 3
5. Guiding Light: Muse Cover. Hier kann Ramin alle Register seines Könnens ziehen. Die Stimme bekommt Flügel und nimmt einen mit auf eine Reise. Traumhaft, die Höhen, die Kraft, als wäre es für ihn geschrieben worden. Ich bin Feuer und Flamme und will mehr Licht, eindeutig! Das Original ist mir persönlich zu strange instrumentiert, da bin ich ausnahmsweise für die Weichspülung zu haben. Note 1.
6. Song of the Human Heart: Duncan Sheik Cover. Schöner Text, ein bisschen langweilige musikalische Umsetzung. Pop mich oder ich beiß dich. Etwas coolere Instrumentierung hätte ihm gut getan. Oder ein Refrain mit mehr Biss. Note 4.
7. Constant Angel: Was soll ich sagen? Es gibt kein Lied, auf das ich je so sehnsüchtig gewartet habe seit ich es im Herbst bei Ramins Konzert in Manchester gehört habe. Es ist für mich einer der besten Songs, die ich je gehört habe. Sowohl inhaltlich als auch musikalisch. "When it gets cold, too dark to see, reach in your soul and find me there, I'll always be your Constant Angel." Einer der seltenen Momente, wo alles stimmt und einen zu Tränen rührt. Note 1+ mit einem Herzchen.
8. Til I hear you sing: Und wieder geweint. Diese Nummer ist ja tatsächlich für ihn geschrieben und zwar von Genie Andrew Lloyd Webber. Und nie wieder wird es jemand singen wie er. Nie wieder. Wundervolle Version (ich besitze ja mittlerweile etwa zehn, zwölf verschiedene), poppiger, schneller, und trotzdem so voll Emotion. Webber und Karimloo, das ist die Kombination dieses Jahrzehnts, ganz eindeutig. Note 1.
9. Eyes of a Child: Sehr hübsches Lied, im positiven Sinn. Ich würde es gern akustisch hören, manchmal hab ich das Gefühl, die Songs sind ein bisschen überinstrumentiert, um möglichst massentauglich zu klingen. Für mich dürfte es weniger Schlagobers und mehr Kuchen sein. Aber unter dem Schlag steckt eine sehr berührende, zärtliche Nummer. Note 2.
10. Inside my world: Ja, ja, ja. Mehr solches Songwriting, Ramin! Die erste Nummer auf dem Album, die er (mit-) geschrieben hat, die mich überzeugt. "I came here with one suitcase, but no idea." Danke dafür! Wiederum: Nur mit Klavier wäre es groß gewesen. Sehr groß. Note 1-.
11. Everything I do (I do it for you): Bryan Adams Cover. Jo. Passt ins Set. Ist aber finde ich zu wenig edgy für Ramin. Hat zu Bryan Adams Schnurrestimme besser gepasst. Klingt in dieser Version ein bisschen weichgespült. Immer noch hübsch aber ungefähr so, als hätte Omo einen Werbejingle einsp(ü)ielen und von Dieter Bohlen produzieren lassen. Immerhin, Ramin versucht, sein Ding draus zu machen. Ist aber nicht ganz gelungen. Note 3.
12. Cathedrals: Jay Clifford Cover. Einfach ein genialer Song und ein wunderbarer Abschluss für die CD. Sehr gut ausgesucht. "In the cathedrals of New York and Rome, there is a feeling that you should just go home and spend a lifetime finding out just where that is." Und Ramins Version ist stark. Nicht so zart wie das Original, dafür rockt sie mehr. Note 1.

Fazit: Ein wenig schade, dass Ramin in die Hände eines gigantischen Labels wie Sony geraten ist. Gut für ihn, keine Frage, aber ich weiß, dass er mehr kann als streckenweise sehr massentaugliche Pop-Musik. Ich habe ihn Banjo spielen gehört und ihn Songs entwickeln gesehen. Ich kenne seinen sehr speziellen Musikgeschmack. Weniger Verkäufe und mehr Herz hätte ich bei den Sheytoons gefunden. Aber das Album hat zweifellos große Momente, allen voran Constant Angel, Guiding Light, Inside my World und die beiden Popversionen der Webber-Nummern. Seine Stimme ist einfach unverwechselbar und mit einer riesigen Range gesegnet. Das allein macht vieles wett und ist das Herzstück und die wahre Energie des Albums. In der Danksagung steht "My friend Hadley for inspiring me more than he knows." Und diese Erkenntnis ist schon mal eine, vor der ich mein Kapperl ziehe. Und ich warte geduldig auf die erste Sheytoons-CD...



Freitag, 30. März 2012

Die beschenkte Autorin. :-)

Vor dem Wochenende möchte ich euch jetzt noch schnell meine Top 3 Geschenke, die ich von LeserInnen bekommen habe, zeigen. Es ist für einen einsamen, schreibenden Menschen natürlich ganz toll, Leute kennenzulernen, denen die eigenen Bücher gefallen haben. Und Geschenke zu bekommen ist sowieso immer schön. Ich hab auch schon viele liebe Karten bekommen. Am allermeisten habe ich mich über diese Geschenke gefreut:

Diesen supersüßen Keramikfrosch mit goldener Kugel haben mir die hübschesten Schwestern, die ich je kennenlernen durfte, geschenkt, Silvia und Diana, als sie im letzten Sommer zu meiner Lesung im Frisiersalon in Kerpen kamen (für Silvias naturrote Haarpracht würde ich ja viele goldene Kugeln bezahlen!). Seither bewohnt er einen Ehrenplatz, zwar nicht im Teich, dort wäre er viel zu einsam, und auch nicht im Frisiersalon, wo der Duft in der Luft hängt, sondern in meinem Bücherregal, gleich neben meinem Hexendreimaldrei-Exemplar. :-)

Diese zwei superschönen Eulen habe ich von meiner Sarah bekommen. Sarah hab ich ja jetzt schon ganz oft getroffen, zum ersten Mal auf der Leipziger Buchmesse 2010, gemeinsam mit der zweiten Kettenleserin Katja. Von den beiden habe ich die linke Eule bekommen, die ist besonders cool, aus Metall, zum aufhängen. Die darf immer an meinem Jagdzeit Exemplar hängen. Die rechte Eule mit dem süßen Muster hab ich letztes Jahr zum Geburtstag bekommen. Besonders schön war es 2011 in Leipzig, da hatten wir viel Spaß und daran erinnern mich die Eulen immer. :-)

Das hier ist noch ein ganz besonderes Exemplar, handgehäkelt von der lieben Steffi alias Bella, die ich gemeinsam mit ihrem Mann Andreas im Herbst bei deren Wienreise kennenlernen durfte, ein ganz, ganz nettes Pärchen. <3 Ich erinnere mich gern an unseren Kaffee im Hawelka. Und kurz danach bekam ich ein Päckchen mit traumhaftem Tee und diesem Fröschchen, das neben seinem großen Kollegen von oben im Regal sitzt und die LB-Leserpreis Bronzemedaille bewacht. :-)
Und hier noch mal alle versammelt in meinem Spezialregal. :-)


Sonntag, 25. März 2012

Niemalsnichtsnirgends


Dein Schatten
Wirft immer noch
Löcher in meine Wand.

Dein Atem
Als Sturmböe
Im löchrigen Schwarz.

Dein Umriss
Ein Spiegelbild
Der Sturm im Wasserglas.


Donnerstag, 22. März 2012

IPhone Poetik Nr.7




Dienstag, 20. März 2012

Leipziger Buchmesse 2012

Messerückblicke gestalten sich immer schwierig, weil die Fülle der Ereignisse und Begegnungen einfach nicht in kompakte Form zu packen ist. Versuchen werde ich es trotzdem. Allerdings diesmal nicht als Bericht, sondern über die Top Five Aufzählungen meiner Buchmesse 2012.

Top Five Lesungen:

1. Kerstin Gier "Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner" bei Karstadt. Beinahe wegen Überfüllung geschlossen bin ich enorm froh, es doch noch hinein geschafft zu haben (danke noch mal Corinna!!!). Vielleicht die beste Lesung, die ich überhaupt je gehört habe, es wurde praktisch durchgehend gelacht, hinreißend sowohl die Zwischentexte als auch die gelesenen Kapitel. Das Zungenpiercing und der Schniedelwutz... Ich kichere immer noch. Umwerfend. So müssen Lesungen sein! Auch Kerstin mal kennenzulernen hat mich sehr gefreut. Außerdem durfte ich bei der Lesung fünf ganz liebe Internetfreunde wiedersehen, Die so herzliche Kollegin Jeanine Krock, die Kettenleserinnen Sarah und Katja sowie Corinna Klimek und Bernd Othmer von den Büchereulen. 

Ursula Poznanski
2. Ursula Poznanski "Saeculum". Nach Erebos der nächste Roman, den ich von Ursula verschlungen habe. Abgesehen davon, dass sie mit unvergleichlicher Präsenz vorträgt, war es total spannend, mal eine Lesung aus einem Buch zu hören, das ich unmittelbar davor beendet hatte. Und die Auswahl der Lesestellen war extrem gelungen, der Vortrag perfekt, was wünscht man sich mehr? Natürlich Autogrammkarten und Fans, die sich mit einem fotografieren lassen. Dann hat man es so richtig geschafft. Und keiner gönne ich es mehr als Ursula! :-)


3. Zwei fantastische Fantasten. Jonas Wolf "Heldenwinter". Herrlich. Mein lieber Kollege im lila Anzug und bester Laune. Und ein Roman, auf den ich sehr gespannt bin. Gleichauf mit Stephan R. Bellem "Welt aus Staub". Eine dunkle Dystopie, die ich natürlich sofort haben musste. Ich liebe Endzeitromane! Das ist halt die coole Generation von Autoren. ;-)

Jeanine Krock, Bernhard Hennen,
Christoph Hardebusch, Boris Koch,
Victoria Schlederer
4. Victoria Schlederer "Fortunas Flug". Ich bin so stolz, so stolz! Nachdem sie (von Heyne auch sträflich knapp eingeflogen) am Abend zuvor beim Heyne Fantasyabend in der Bahnhofsbuch-handlung noch gehetzt und unsicher durch ihren brillanten Text galoppiert ist, hat sie ganz am Ende der Buchmesse Sonntag Nachmittag auf der Fantasy Leseinsel die Rampensau in sich entdeckt und sich ganz toll präsentiert. Ich liebe ihren Humor, ihre Sprache, ihre Outfits und will das viel öfter auch vor Publikum funkeln sehen!

5. Der fünfte Platz ist schwierig, so viele tolle KollegInnen habe ich gehört. Verlagskollegin und Wienerin Mara Lang las aus ihrem Debüt "Masken", unsere Bezirksschreiberin Emily Walton aus "Mein Leben ist ein Senfglas" und das wie immer wunderbare Rotkäppchen Gabriella Engelmann aus "Küss den Wolf". Ex aequo. ;-)


Top Five Begegnungen:

1. Natürlich und konkurrenzlos voran das Wiedersehen mit meinem Philipp. :-)

Philipp Bobrowski, Stephan R. Bellem
2. Stephan R. Bellem ist einer von den Facebookfreunden, dessen Posts ich jedes Mal aus ganzem Herzen like. Ich habe ja die Vermutung, dass wir geistig irgendwie verwandt sind. Ihn live zu treffen war mir eine große Freude und am Ende haben wir jetzt noch eine ganze Menge mehr gemeinsam. ;-)

3. Wulf Dorn kannte ich bisher lediglich aus Erzählungen, sowohl von Philipp, dessen Augen immer leuchten, wenn er von diesem besonderen Kollegen spricht, als auch von Ursula, die eine lange Freundschaft mit ihm verbindet. Außerdem habe ich natürlich wie so viele begeistert "Trigger" gelesen. Aber das Mittagessen mit ihm war eines der nettesten und gemütlichsten, das ich je hatte. Eloquenter, interessierter Gesprächspartner, kluger Mann und netter Kollege. Ich hoffe auf weitere Gespräche im Herbst in Oberursel!

4. Das Montségurtreffen Samstag Abend. Wieder einmal ein epischer Abend in denkbar nettester Gesellschaft. Meine liebe Freundin Mascha Vassena, mit der ich schon an den Vortagen über die Messe geschlendert bin, hat alles organisiert und ich habe mich gefreut, mir mit der tollen Kerstin Pflieger, Mara Lang, Susann RosemannMaaja Pauska, dem Trio Thomas Plischke, Ole Johan Christiansen und Verena Stöcklein, Thilo Corzilius, Hans Peter Roentgen, Wolfgang Schröder (auch einer, dessen Bekanntschaft zu machen mir ein Fest war!), meinem Philipp und natürlich dem Late Night Special Guest Victoria Schlederer eine halbe Nacht um die Ohren zu schlagen. Weder der Verlauf noch das Ende des Abends ließen das Geringste zu wünschen übrig. ;-) Es lebe der Mojito!


Jutta Wilke
5. Am Coppenrath Stand schließlich durfte ich mit drei ganz besonderen Kolleginnen plaudern, zuallererst mit der lieben Jutta Wilke, die ich bisher hauptsächlich online kannte und die dort ihren neuesten Jugendroman "Wie ein Flügelschlag" signierte. Definitiv eine Frau, mit der ich hoffentlich noch viel Zeit verbringe und die so enorm tapfer ist!
Dann kamen Gabriella Engelmann und Antje Szillat vorbei, letztere eine Agenturkollegin. Leider war zu wenig Zeit, mit den beiden zu quatschen, aber der nächste Hamburgbesuch kommt bestimmt! Und nicht vergessen möchte ich auch das Kennenlernen der Mädels vom Elysion Stand, Jennifer Schreiner und Nina Behrmann. :-)


Top Five Buchmessenerfolge:

1. Ich hatte ein sehr gutes Gespräch mit meinem Agenten Joachim Jessen von der Agentur Schlück. Da spukt ein neues Projekt in meinem Kopf herum und ich glaube, das könnte ganz was Großes werden!

2. Philipp hatte ganz viele gute Gespräche und ich wünsche ihm so sehr, dass daraus endlich gute Aufträge entstehen. Er ist so begabt, sowohl als Autor als auch als Lektor, ich hoffe, dass der Buchmarkt das auch bald zur Kenntnis nimmt.

3. Das Strahlen in den Augen meiner Mascha. :-) Und natürlich auch das von Stephan. Und das von Philipp sowieso. Ich finde, diese Buchmesse war rundum glücklich machend und strahlend. Und wenn wir vorher schon sehr eng waren, haben diese fünf Tage Philipp und mich noch fester zusammengeschweißt.

4. Die Fortschritte, die Victoria zwischen zwei Lesungen gemacht hat. Das macht mir ganz viel Vorfreude auf meinen Montségur Lesungsworkshop, für den ich auf der Messe total viele Ideen und Anregungen sammeln konnte. Ich hoffe, glaube, wünsche mir, dass das etwas ist, worin ich gut bin!

5. So stressig die Bahnfahrten wegen der Verspätungen und dramatisch fast verpasster Anschlusszüge waren, so sehr habe ich sie auch genossen, weil mir auf der Hinfahrt tatsächlich eine herrliche Idee gekommen ist. Entstanden aus den Gesprächen der Mitreisenden. Ich finde es so toll, unter Menschen zu sein, sie zu erleben, zu studieren und daraus Geschichten zu basteln. Das ist es auch, was diesen Beruf so unvergleichlich macht.


Das ist ein gutes Stichwort für das Ende meines Messeberichtes. Wie immer habe ich die bunten Cosplayer bewundert, ohne die die Leipziger Buchmesse einfach nur halb so genial wäre, viele, viele Postkarten erworben, eine Menge signierte Bücher in meinen Koffer gequetscht, getratscht, getratscht, getratscht, gehetzt, gehetzt, gehetzt, zu wenig getrunken, viel Asia-Imbisszeug gegessen, zu wenig Zeit für all die Eindrücke und Menschen gehabt, die Bücherwunschliste um mehrere Meter verlängert. Ach ja, und ich habe den unfähigsten Taxifahrer dieser Erde kennengelernt. Zum Glück wusste wenigstens mein iPhone den Weg...

Das war die Leipziger Buchmesse 2012!

Nachtrag:




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