Donnerstag, 27. Dezember 2012

Vergeblich

(c) Kalwellis
Ich weiß du
Wartest
Er streckt sich
Noch nicht
Verschläft den
Winter
Zerträumt die
Tränen
Und löscht das
Morgen.

Er lebt noch
Modert
Verfettet
Träge
Im Licht des
Feuers
Er regt sich
Nimmer
Und futtert
Stumpfsinn.

Vergeblich
Hoffst du
Selbst wenn er
Wachte
Erläg er
Höchstens
Dem Trug der
Schönheit
In deiner
Seele.

So ging der
Stolz doch
Stolzierend
Unter.


Montag, 24. Dezember 2012

Tandem - Woche 12 Weihnachtsspecial

Tandem der Woche ist ein gemeinsames Projekt von Elsoron und mir. Montag ist Tandem-Tag, jede Woche gibt es ein Fundstück zu entdecken, sei es ein Bild, ein Zitat, ein Video oder ein Song, zu dem wir unabhängig voneinander jeder einen kurzen Text schreiben werden.
Ich wünsche allen Lesern dieses Blogs ein frohes, gemütliches und verwünschtes Weihnachtsfest! :-)


Gedicht vom Wunschelf

Ich mach mich aus dem Staub, Herr Santa,
Genug von Met, ich will jetzt Fanta!
Und Gummibären aus der Tüte
Statt grässlich grüne Elfenhüte.

Tagein, tagaus nur Wunscherfüllung
Und Kinderzimmerramschvermüllung!
Ich hätt viel lieber Fielmannbrillen,
Dann ging es mal nach meinem Willen.

Ich kaufte eine richtig fette,
Mit dickem Rand und Etikette.
Und könnt ein Nerd im Fernseh'n sein,
Schlag Raab und Jauch, mach Bohlen klein.

He, Santa, sag mal, hörst du zu?
Ich red mit dir, du Dicker, du.
Nein, wart, hier kannst du dich nicht setzen.
Pass auf, verdammt, wirst mich ver…


Donnerstag, 20. Dezember 2012

Mein Facebook-Jahr...

Und noch ein Rückblick der etwas anderen Art...




Mittwoch, 19. Dezember 2012

Jahresrückblick für Insider!

Zwölf Fragen für zwölf Monate. Ein sehr persönlicher Rückblick in Gedanken.

- An welchen Traum erinnere ich mich? 

Flugzeugabsturz. Ich war im Garten meines Elternhauses, habe die Katzen gesucht, plötzlich war da dieses Flugzeug. Es stürzte steil runter, zog dann noch mal in die Höhe und stürzte dann ab. Nur wenige Gärten weiter. Ich packte die Katzen und lief Richtung Haus, während Trümmerteile herumflogen.
Das war's. Es ist kein seltener Traum. Zumindest begegnet mir das Motiv des (beobachteten) Flugzeugabsturzes immer wieder. Selten bin ich auch mal im Flugzeug, häufiger ist es der Schock der Beobachtung. Ich erinnere mich an diesen Traum, weil er mit einem anderen häufigen Motiv meiner Träume kombiniert war, dem geheimen Zimmer/Haus/Dachboden.
Oft fühlt es sich im Traum so an, als ob ich mich plötzlich an einen Ort erinnere, manchmal ist es ein Haus, manchmal einfach ein Dachboden, den ich dann aufsuche und der sich wie Zuhause anfühlt, obwohl es ihn nicht gibt. Vor dem Flugzeugabsturz in Nachbars Garten habe ich die Katzen im Haus gesucht und dabei am Dachboden die Entdeckung gemacht, dass mein Vater sich dort einen Wohnraum ausgebaut hat. Der kam mir fremd und vertraut zugleich vor.
Vieles an diesem Traum ist mir noch total präsent vor Augen, als wär ich grade draus aufgewacht.

- Wer oder was hat mich wirklich überrascht?

Der Zusammenhalt und die Hilfsbereitschaft unter Autoren. Einem Aufruf, signierte Bücher für einen guten Zweck zur Verfügung zu stellen, sind so viele KollegInnen nachgekommen, dass ich mit einem Stapel von über hundert Büchern in die Veranstaltung gehe! Es ist unglaublich und sehr berührend!

- Welche Person habe ich enttäuscht?

Den einen, den ich nie enttäuschen wollte.

- Welcher Streit ist gut ausgegangen?

Der, der vor sieben Jahren durch Keksbrösel im Bett, ein verlorenes Parkticket und ähnlich unwichtige Dinge so langes Schweigen ausgelöst hat. Was hab ich meine blöden Aussagen bereut. Und wie sehr hab ich mich nach Verzeihung gesehnt. 

- Welchen Wunsch habe ich mir erfüllt?

Leogang. :-)


- Welchem Vorsatz bin ich treu geblieben?

Keinem. Wie immer. Scheiß Vorsätze.

- Welche neuen Freunde habe ich gewonnen?

Steffi auf jeden Fall, die den Kreis erst vollständig gemacht hat und die super Muffins bäckt. :-) Mit Wunschkerzen drauf. Es gibt Tage, da ist das Wissen, Victoria, Mascha, Gabi, Steffi und Thomas in meinem Leben zu haben der eine schöne Gedanke, der mich fliegen lässt.
Dann auch Iris. Die älteste Freundin, neu gewonnen. Das beste Gefühl auf der Welt.
Und Stephan, Nina und Saskia, ich kenn euch noch viel zu wenig, aber ich freue mich aufs bessere Kennenlernen!
Das gilt auch für Rici und Kerstin. Zwei Frauen, die ich enorm bewundere, die aber zugleich so herrlich weich und umarmbar sind, dass es guttut, sie zu kennen.

- Was war mein glücklichster Tag?


Das war ein Nachmittag im Hamburger Tierpark Hagenbeck. Da habe ich mich zum ersten Mal seit 30 Jahren wieder vollständig gefühlt. Es ist ein wunderschönes, zerbrechliches, herzensschönes Ding, so ein Zu-Jemandem-Gehör-Gefühl. Man trägt es mit sich herum und wenn man nicht freigiebig genug damit umgeht, bleibt es im Zellophanbeutel wie die Äpfel und Karotten für die Elefanten. Man verliert sein Herz an das eine Muntjak, das einem vertraut und sieht das Leuchten in den Augen eines wundervollen Menschen, wenn die Raubkatzen sich paaren. Frühling. Paarungszeit. Liebeszeit. Und Glück. Ja, das war der beste Tag von allen.

- Was war mein traurigster Moment?

Da gab es mehrere. Ein Nachmittag und Abend im Mai hier in meiner Wohnung, als die Welt von zwei wichtigen Freunden kurzzeitig zusammenstürzte und ich nichts tun konnte. Und dann ein Morgen Ende November, als ... Ich mag immer noch nicht drüber nachdenken. Verlieren. Das ist das Schlimmste. Nicht mehr gut machen können. Zerbrochenes.

- Was war mein größter Erfolg?

Naschmarkt. Dieses Buch und ich hatten keine einfache Entstehungsgeschichte. Wir haben viel miteinander gerungen. Aber als es dann fertig war, in die Welt hinaus durfte und Menschen überzeugt hat, war ich stolz drauf. Eben weil es eine schwere Geburt war.

- Was war meine bitterste Niederlage?

Die Verramschung vom Jagdzeit. Ich versuche ja, mir nicht groß was einzubilden auf meine Bücher, aber wenn es eines gibt, auf das ich wirklich stolz war und das ich wirklich mit Herzblut und Freude geschrieben habe, dann war das Jagdzeit. Es war ein Flop, der mir schwergefallen ist, zu begreifen, weil ich weiß, dass es ein gutes Buch ist. Eines, das mehr verdient hätte. Eines, an dem ich extrem hänge.

- Welcher Abschied fiel mir schwer?

Der Abschied vom Kinderopernzelt nach über 12 Jahren. Der Ort und die Kollegen da waren Teil eines Lebensabschnitts, und wie ich es schon befürchtet habe, war der dann auch tatsächlich zu Ende. Kein Kontakt mehr zu so vielen Menschen, die mich ein Jahrzehnt begleitet haben. So etwas hinterlässt immer eine Lücke, die nichts füllen kann. Und wenn du das liest, ja, du, dann sag mir, warum das so sein muss. Was ist mit der Freundschaft und wo ist deine Krone hin?


Mittwoch, 12. Dezember 2012

Smaugs Atem

©Terry A Ernest
Wintermorgen
Schnee vorm Eingang.
Eisglatte Straße
Gleitet fort und fort,
Beginnt nicht mehr
An meiner Tür.
Endet wasweißichwo.

Weiterkehren
Schnee vom Randstein
Folge der Straße
Gleite fort und fort,
Ich find nicht mehr
Zu meiner Tür.
Ende wasweißichwo.

Wo kommst du her?
Fragt der Drache.
Pustet Feuer in den Schnee.
Von irgendwo.
Und wo willst du hin?
Zum Ende der Straße.

Er überlegt.
Nicht sehr lange.
Pustet den Asphalt davon.
Da bist du schon.
Das Ende ist stets
Nur eine Entscheidung.

Wintermorgen
Traumerwachen.
Schließe die Augen
Gleite fort und fort
In deinen Arm
An meinem Herz.
Ende jetztweißichwo.


Sonntag, 9. Dezember 2012

Königskraut

Alles Ende
Ist ein Anfang
Und in Königshänden
Liegt das Athelas.
Streu es in die Wunden,
Lass mich bluten
Und verheilen
Mit der Zeit
Bis deine Worte
Mir mich wiedergeben.

Und in Königshänden
Liegt mein Herz.


Lord of the Rings - Triple Feature

Endlich. 34 Jahre habe ich alt werden müssen, um herauszufinden, was die eine Sache ist, die ich wirklich gut kann: 12,5h Marathon-Herr-der-Ringe-Schauen im Kino ohne die geringsten Anzeichen von Ermüdungserscheinungen. Im Gegenteil. Rotraut und ich waren uns einig: Wir könnten sofort wieder von vorne. Ein Gefühl, das ich bisher nur nach der letzten Seite eines Lieblingsbuches, einer Vorstellung von Les Misérables und gutem Sex hatte. ;-)
Milde lächelnd über die Zwischenklogeher, Erschöpftrumzappler und Emotionaloverkillkicherer bin ich für 750 herrliche Minuten in meine ewige Lieblingsgeschichte eingetaucht. Habe um Boromir geweint, um Theoden und ein bisschen auch um Gollum. Habe wie immer mit Eowyn Aragorn geliebt, mit Sam Frodo und am Ende den König, den König, den König. Und auch wie jedes Mal, wenn Sam auf dem Schicksalsberg sagt, dass er ihn nicht für Frodo tragen kann, aber dass er Frodo tragen kann und dieser kleine, gigantische, großartige, herzzerreißende Hobbit sich Schritt für Schritt hinaufquält, denke ich: Das ist der Held der Geschichte, der heimliche, der für die Herzen.
Ich glaube, nur wenn man den Epos tatsächlich am Stück in der Extended Version genießt, kann man erahnen, was Peter Jackson gelungen ist. Wer hätte vorher für möglich gehalten, dass dieses Buch verfilmbar ist? Und selbst die ewig nörgelnden Puristen müssen zugeben, es hätte besser nicht geschehen können. Jede Darstellung ist direkt Tolkiens Gedanken entstiegen, Höchstleistungen in allen Bereichen. 
Eine Gänsehaut hat man, immer wieder, zwischendrin, so stark spürt man den Kult und die Liebe in jeder Sequenz. Irgendwann, in 40, 50 Jahren, so ich es erleben darf, werde ich immer noch unter Tränen lächelnd aus Mittelerde davonsegeln, nur um wieder und wieder heimzukommen.



Montag, 3. Dezember 2012

Tandem - Woche 11

Tandem der Woche ist ein gemeinsames Projekt von Elsoron und mir. Montag ist Tandem-Tag, jede Woche gibt es ein Fundstück zu entdecken, sei es ein Bild, ein Zitat, ein Video oder ein Song, zu dem wir unabhängig voneinander jeder einen kurzen Text schreiben werden.

(c) Claudia Toman 2012
Platon

Nur Reflektionen
An der Wand
Gleichnis,
Tand.

Ich
Und du
Hand in Hand,
Im Rücken Feuer,
Ist dann die Liebe
An der Wand
Gleichnis,
Tand?

Frag
Platon
Nach dem Weg
Hoch zum Höhlenrand.

Hier geht es zu Elsorons Blog. Der Pfad führt durch den Wald.



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