Mittwoch, 19. Dezember 2012

Jahresrückblick für Insider!

Zwölf Fragen für zwölf Monate. Ein sehr persönlicher Rückblick in Gedanken.

- An welchen Traum erinnere ich mich? 

Flugzeugabsturz. Ich war im Garten meines Elternhauses, habe die Katzen gesucht, plötzlich war da dieses Flugzeug. Es stürzte steil runter, zog dann noch mal in die Höhe und stürzte dann ab. Nur wenige Gärten weiter. Ich packte die Katzen und lief Richtung Haus, während Trümmerteile herumflogen.
Das war's. Es ist kein seltener Traum. Zumindest begegnet mir das Motiv des (beobachteten) Flugzeugabsturzes immer wieder. Selten bin ich auch mal im Flugzeug, häufiger ist es der Schock der Beobachtung. Ich erinnere mich an diesen Traum, weil er mit einem anderen häufigen Motiv meiner Träume kombiniert war, dem geheimen Zimmer/Haus/Dachboden.
Oft fühlt es sich im Traum so an, als ob ich mich plötzlich an einen Ort erinnere, manchmal ist es ein Haus, manchmal einfach ein Dachboden, den ich dann aufsuche und der sich wie Zuhause anfühlt, obwohl es ihn nicht gibt. Vor dem Flugzeugabsturz in Nachbars Garten habe ich die Katzen im Haus gesucht und dabei am Dachboden die Entdeckung gemacht, dass mein Vater sich dort einen Wohnraum ausgebaut hat. Der kam mir fremd und vertraut zugleich vor.
Vieles an diesem Traum ist mir noch total präsent vor Augen, als wär ich grade draus aufgewacht.

- Wer oder was hat mich wirklich überrascht?

Der Zusammenhalt und die Hilfsbereitschaft unter Autoren. Einem Aufruf, signierte Bücher für einen guten Zweck zur Verfügung zu stellen, sind so viele KollegInnen nachgekommen, dass ich mit einem Stapel von über hundert Büchern in die Veranstaltung gehe! Es ist unglaublich und sehr berührend!

- Welche Person habe ich enttäuscht?

Den einen, den ich nie enttäuschen wollte.

- Welcher Streit ist gut ausgegangen?

Der, der vor sieben Jahren durch Keksbrösel im Bett, ein verlorenes Parkticket und ähnlich unwichtige Dinge so langes Schweigen ausgelöst hat. Was hab ich meine blöden Aussagen bereut. Und wie sehr hab ich mich nach Verzeihung gesehnt. 

- Welchen Wunsch habe ich mir erfüllt?

Leogang. :-)


- Welchem Vorsatz bin ich treu geblieben?

Keinem. Wie immer. Scheiß Vorsätze.

- Welche neuen Freunde habe ich gewonnen?

Steffi auf jeden Fall, die den Kreis erst vollständig gemacht hat und die super Muffins bäckt. :-) Mit Wunschkerzen drauf. Es gibt Tage, da ist das Wissen, Victoria, Mascha, Gabi, Steffi und Thomas in meinem Leben zu haben der eine schöne Gedanke, der mich fliegen lässt.
Dann auch Iris. Die älteste Freundin, neu gewonnen. Das beste Gefühl auf der Welt.
Und Stephan, Nina und Saskia, ich kenn euch noch viel zu wenig, aber ich freue mich aufs bessere Kennenlernen!
Das gilt auch für Rici und Kerstin. Zwei Frauen, die ich enorm bewundere, die aber zugleich so herrlich weich und umarmbar sind, dass es guttut, sie zu kennen.

- Was war mein glücklichster Tag?


Das war ein Nachmittag im Hamburger Tierpark Hagenbeck. Da habe ich mich zum ersten Mal seit 30 Jahren wieder vollständig gefühlt. Es ist ein wunderschönes, zerbrechliches, herzensschönes Ding, so ein Zu-Jemandem-Gehör-Gefühl. Man trägt es mit sich herum und wenn man nicht freigiebig genug damit umgeht, bleibt es im Zellophanbeutel wie die Äpfel und Karotten für die Elefanten. Man verliert sein Herz an das eine Muntjak, das einem vertraut und sieht das Leuchten in den Augen eines wundervollen Menschen, wenn die Raubkatzen sich paaren. Frühling. Paarungszeit. Liebeszeit. Und Glück. Ja, das war der beste Tag von allen.

- Was war mein traurigster Moment?

Da gab es mehrere. Ein Nachmittag und Abend im Mai hier in meiner Wohnung, als die Welt von zwei wichtigen Freunden kurzzeitig zusammenstürzte und ich nichts tun konnte. Und dann ein Morgen Ende November, als ... Ich mag immer noch nicht drüber nachdenken. Verlieren. Das ist das Schlimmste. Nicht mehr gut machen können. Zerbrochenes.

- Was war mein größter Erfolg?

Naschmarkt. Dieses Buch und ich hatten keine einfache Entstehungsgeschichte. Wir haben viel miteinander gerungen. Aber als es dann fertig war, in die Welt hinaus durfte und Menschen überzeugt hat, war ich stolz drauf. Eben weil es eine schwere Geburt war.

- Was war meine bitterste Niederlage?

Die Verramschung vom Jagdzeit. Ich versuche ja, mir nicht groß was einzubilden auf meine Bücher, aber wenn es eines gibt, auf das ich wirklich stolz war und das ich wirklich mit Herzblut und Freude geschrieben habe, dann war das Jagdzeit. Es war ein Flop, der mir schwergefallen ist, zu begreifen, weil ich weiß, dass es ein gutes Buch ist. Eines, das mehr verdient hätte. Eines, an dem ich extrem hänge.

- Welcher Abschied fiel mir schwer?

Der Abschied vom Kinderopernzelt nach über 12 Jahren. Der Ort und die Kollegen da waren Teil eines Lebensabschnitts, und wie ich es schon befürchtet habe, war der dann auch tatsächlich zu Ende. Kein Kontakt mehr zu so vielen Menschen, die mich ein Jahrzehnt begleitet haben. So etwas hinterlässt immer eine Lücke, die nichts füllen kann. Und wenn du das liest, ja, du, dann sag mir, warum das so sein muss. Was ist mit der Freundschaft und wo ist deine Krone hin?


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