Dienstag, 19. März 2013

Leipzig 2013

Gedanken einer nicht existenten Autorin.

Sprechen wir in diesem Jahr auch mal von etwas Anderem als vom kunterbunten Messezirkus. Sprechen wir von Frust, denn darüber reden wir Autoren öffentlich ja nicht gern. Lieber kaschieren wir unser Leben im permanenten freien Fall durch grelle Geschäftigkeit, eilen durch die Hallen, um noch und noch Kollegen, Agenten, Verlagsleuten dabei zuzusehen, wie diese mit beiden Beinen im Trubel stehen. Begeistern uns mit Begegnungen. Jeder liebgewonnene Leser, der dank permanenter Facebookpräsenz die oft gezeigte Autorenschnauze erkennt, wird geherzt und ob er will oder nicht irgendwo signiert. Und alles macht doch nur eines bewusst, schmerzlich, böse, bohrend: Ich bin ja gar nicht da! Kein Buch von mir unter all den Büchern in all den Bücherhallen. Ich bin in diesem Jahr quasi nicht existent. Während also die Erfolgsautoren - ob echte wie der Kai, der Sebastian oder der Markus oder falsche wie die Selbstdarsteller an den DKZV-Ständen - sich inmitten der festivalähnlichen Atmosphäre sonnen und wie die buntesten Cosplayer markant von Lesung zu Interview spazieren, sitzen andere im Schatten und kämpfen gegen diesen unfairen Neid in ihrer Magengrube an. Nicht Neid auf den Erfolg anderer, nein, Erfolg wie auch Neid muss man sich verdienen. Aber das ist es nicht. Wer was verdient, dem sei es gegönnt. Es ist bloß die traurige Erkenntnis, dass es nur sehr wenige wirklich bunte Vögel unter dem Himmelsglasdach gibt. Und welcher kleine, arme Spatz wünscht sich nicht ein so prächtiges Federkleid, das endlich das zeigt, das in seinem Inneren wohnt. Jedes Buch ist eine Welt  aus den Gedanken eines einzigartigen Menschen. Und dennoch gibt es unter den vielen, vielen Welten nur wenige, die in den bunt illustrierten Reisekatalogen angepriesen werden. Wann bin ich dran? Wann werden meine Figuren zu Cosplaykostümen und meine Worte zu Zitaten?

Im nächsten Jahr, sagt man sich bei der Abreise und bucht bereits das Zimmer für 2014. Denn um keinen Preis der Welt würde man die Buchmesse versäumen. Das wäre ja wie gar kein Rauch im Vatikan. ;-)


Montag, 4. März 2013

Tandem - Woche 17

Tandem der Woche ist ein gemeinsames Projekt von Elsoron und mir. Montag ist Tandem-Tag, jede Woche gibt es ein Fundstück zu entdecken, sei es ein Bild, ein Zitat, ein Video oder ein Song, zu dem wir unabhängig voneinander jeder einen kurzen Text schreiben werden.

(c) Philipp Bobrowski
Affenhitze

Rücken an Rücken
Affen beglücken
Im Liegen oha
Kommt man sich nah
Und nach dem Sexen
Arschwärtsrelaxen.

Sag noch mal einer
Er hätt es feiner
Als Äffin und Aff
Schläfrigkeitsschlaff
In tiefem Schlummer
Arschgeilenummer.



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