Montag, 13. Januar 2014

Ghoststory...

Ein paar Gedanken zum neuen Jahr.
Oder sollte ich sagen zum neuen alten Jahr.
Es tut weh, wenn man als Autor schlechtes Feedback und harte Kritik bekommt. Aber es tut noch viel mehr weh, wenn das Feedback toll ist und voll wunderbarer Gefühle, die man bei anderen Menschen auslöst, aber man trotzdem weiß, dass das Buch keine Chance hat. 
Warum?
So ist der Markt. Der Büchermarkt. 
Ich denke, die wenigsten Leser wissen, dass das Schicksal der meisten Bücher schon besiegelt ist, ehe noch ein einziges Exemplar in irgendeinem Bücherregal steht. Dann schon, wenn Marketingexperten entscheiden, was die aussichtsreichen Titel sind. Klar. Auch Spitzentitel floppen. Aber kaum je wird ein reiner Katalogtitel zum Hit. 
Egal wie gut er ist. 
Egal wie sehr ihn die lieben, die ihn lesen.
Ausnahmen bestätigen die Regel. Schüren Hoffnungen. 
Weil alles Zeit braucht.
Geduld.
Aber die Hoffnungen halten einen nicht lang an der Wasseroberfläche.
Ein Jahr. 
Mindestens ein Jahr. 
So viel Zeit stecke ich in ein Buch. Mit Recherche, mit schreiben, mit umschreiben, mit überarbeiten, mit Lektorat, mit Tränen, mit Scheitern, mit Glücksgefühlen, mit Fahnenkorrekturen. 
Man kämpft, ringt, gibt sich Mühe. 
Und dann geht man aufs Arbeitsamt, damit man ein paar Monate grundgesichert ist.
Bekommt Sozialversicherungsrechnungen, die einem den Boden unter den Füßen wegziehen.
Ein Leben, das nie im Gleichgewicht ist.
Kein Wunder, dass man das Gleichgewicht verliert.
Wie ein Gespenst läuft man durch die eigenen vier Wände. Müde und irgendwie leer.
Weil man sich wieder motivieren muss. Weil man aus diesem Zustand heraus den nächsten Abgabetermin schaffen muss. 
Die nächste Geschichte erkämpft, erheult, erringt.
Und schon so viel Angst vor neuer Hoffnung hat.
Wie idiotisch ist das denn bitte?
Angst vor der Hoffnung.
Aber so ist es, jeden Tag.
Jeden einzelnen Tag.
Jedes Jahr aufs Neue.

Trotzdem von Herzen danke an Kerstin und Erika. Ihr habt ein sehr schweres Wochenende ein bisschen leichter gemacht. Und jede/r Einzelne, die/den die Geschichte berührt, ist für mich ein Lichtblick im großen, weiten Dunkel der Gespensterwelt. :-*





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